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Adventssingen

22.12.2018

Eine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit

Der Frauendreigesang mit Marianne Stellinger, Andrea Mayr und Andrea Rittler (von links) kündigte glockenrein den Advent an.
Bild: Hieronymus Schneider

Der Liederkranz stimmt auf Weihnachten ein. Wie der Pfarrer Advent buchstabiert

Es ist still in der großen Pfarrkirche St. Nikolaus in Großaitingen, bis die ersten noch leisen und ruhigen Klänge der Singolder Saitenmusik bei der alpenländischen Weise aus der Wildschönau „Eröffnet die Pforten“ erklingen. Kräftigere Töne kommen dann vom gemischten Chor des Liederkranzes mit neun Frauen und acht Männern beim Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“.

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Pfarrer Hubert Ratzinger nimmt diese Ansage wörtlich und wünscht den Besuchern eine gute Besinnung inmitten einer Zeit, in der so vieles angesagt werde.

Der Großaitinger Frauendreigesang mit Marianne Stellinger, Andrea Mayr und Andrea Rittler sangen darauf mit Klavierbegleitung „Wir freuen uns, es ist Advent“. Danach begann der gemischte Chor unter der Leitung von Lizé von Perbandt seine Reise durch viele europäische Länder mit dem russischen „Tebje pajom“ mit der deutschen Übersetzung „Wir bitten Dich, erhöre uns“. Später besuchte der Chor mit Klavierbegleitung von Sarah Stellinger noch England mit „First Noel“, Italien mit „Gesu bambin le nato“ und Spanien mit dem Lied „Schlaf nur, mein kleiner Jesus“. Das harmonische Wechselspiel zwischen den instrumentalen Weisen aus dem Ensemble von Querflöte, Hackbrett, Zither und Gitarre der Singolder Saitenmusik mit dem Chorgesang und dem Frauendreigesang wurde von keinem Zwischenapplaus unterbrochen und wirkte dadurch als Einheit in seiner Vielfalt.

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Solostücke wie das von Isabel von Perbandt am Saxofon unter Klavierbegleitung ihrer Mutter Lizé vorgetragene „Petite suite en saxe“ oder das auf der Orgel von Agnes Lieb zelebrierte „Pastorale per la Notte di Natale“ waren willkommene Bereicherungen. Auch Pfarrer Hubert Ratzinger hatte seinen Soloauftritt als Klarinettist beim Andante aus der Sonate in f-Moll von Johannes Brahms. Renate Altmann begleitete ihn dabei am Klavier. Der Pfarrer trug zwischendurch besinnliche Texte über den Advent vor. So sagte er, dass man das Wort „Advent“ durchaus auf zweierlei Art buchstabieren könne. Das A kann „abgehetzt“ oder „Andacht“ bedeuten, das D „Dauerstress oder Demut, das V „Vortäuschung oder Vergebung“, das E „Exklusive Geschenke oder Erwartung“, das N „Nerven verlieren oder Nachsicht“ und schließlich das T „trostloser Trott oder Tränen trocknen“.

Nach dem volkstümlichen Bauernmenuett der Singolder Saitenmusik und dem „Weihnachtswiegenlied“ des Gemischten Chores sangen alle Mitwirkenden zum Abschluss das klassische Adventslied „Macht hoch die Tür“. Johann Schmidl, der Vorsitzende des Liederkranzes, bedankte sich bei allen Interpreten, Helfern und Besuchern.

Mit den Spenden am Ausgang zeigte der Liederkranz seine Dankbarkeit gegenüber Pfarrer Ratzinger, der mit der Überlassung der Kirche den Rahmen für das Adventssingen geboten hatte.

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