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Langenneufnach

30.12.2017

Familien zeigen ihre Krippenschätze

Horst Steckeler hat die Krippe selbst gefertigt.
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Horst Steckeler hat die Krippe selbst gefertigt.

In Langenneufnach kommen Besucher in zehn Häusern dem Geheimnis der Weihnachtszeit auf die Spur. Die Geschichte von Maria und Josef wird hier kreativ in Szene gesetzt.

Der „Krippenweg“ ist ein alter Brauch, vor allem in Dörfern. Darunter versteht man verschiedene Stationen, bei denen man meist zwischen Weihnachten und Dreikönig Krippendarstellungen besichtigen kann. Auch in Langenneufnach laden Familien ein zum „Krippenschauen“. Sie öffnen dazu am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Januar, jeweils von 10 bis 17 Uhr ihre Häuser und zeigen ihre Schätze.

Das Krippenschauen ist mit einem bequemen Spaziergang durch die Gemeinde verbunden. Zehn Ausstellungsstätten, zum großen Teil im privaten Umfeld, lassen die Vielfalt der Krippen erleben und bewundern. Parallel dazu regen sie zum Innehalten und Nachdenken an.

Die Veranstaltung geht mittlerweile in die neunte Runde. Sie findet seit 2002 im zweijährigen Rhythmus statt. Organisiert wird der Krippenweg vom Arbeitskreis „Bürger aktiv“.

In neuen Händen

Bislang stand er unter der Federführung von Ida Steckeler. Diesmal hat Rosmarie Knoll die Fäden in der Hand. Nichts ändern wird sich dagegen bei der Präsentation.

Gezeigt wird wieder die Geschichte von Maria und Josef in unterschiedlichen Darstellungen, Stilrichtungen und Materialien, von kleinen Ausgaben bis hin zu großen Varianten.

Ida Steckeler zeigt den Besuchern voraussichtlich drei Krippen. Dabei hat sie und ihr Mann Horst die Qual der Wahl. Rund drei Dutzend Optionen der Heiligen Familie nennen sie ihr Eigen. „Die Stilrichtungen gehen querbeet“, erzählt Ida Steckeler. „Von der Nussschale über Papier-, Ton- und Wurzeldarstellungen.“ Sizilianische und orientalische Spielarten wechseln sich mit typisch schwäbischen ab. „Wir sind eifrige Sammler und Bastler“, gesteht sie. Mit dieser Vielfalt werde sowohl die eigene Fantasie als auch die der Betrachter angeregt. Nicht anders verhalte es sich bei den Krippen von Rosmarie Knoll, ergänzt Steckeler. Auch sie blicke auf eine große Anzahl von selbstgebauten Krippen. Großen Wert lege die Teilnehmerin auf die Inszenierung und Umgebung der Heiligen Familie.

Geklöppelte Szenen

Großen Respekt zollt Ida Steckeler Karlheinz Derwig. Auch er beteiligt sich beim „Krippenschauen“. Er baue alles in Eigeninitiative, verdeutlicht sie. Hingucker seien auch die geklöppelten Szenen, die im Schaufenster von Gardinen-Griffel zu sehen sein werden, oder die Krippe von Markus Scharl, der von der modernen Richtung infiziert sei.

Sehenswert sei zudem die sogenannte „Schusterkrippe“, die in der Pfarrkirche St. Martin aufgebaut wird. Sie stammt von dem verstorbenen Schnitzer Ludwig Schuster aus Langenneufnach, der auch die Fatima-Madonna in der Grotte von Maria Vesperbild angefertigt hat. Die faszinierenden Schuster-Figuren weise auch die Krippe von Leonhard Brecheisen junior auf, verdeutlicht Ida Steckeler.

„Wir freuen uns auf regen Besuch und auch auf die eine oder andere Fachsimpelei“, so die Organisatorin des Krippenwegs, Rosmarie Knoll.

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