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Gemeinderat

14.02.2015

Feldweg wird nicht asphaltiert

Feldweg bleibt Feldweg.
Bild: Köhler

Die „Umleitung“ in Mickhausen wird nicht zur Straße

Der Feldweg in Verlängerung der Viehweidestraße zum Ortsteil Münster wird nicht asphaltiert, sondern durch den Landkreis saniert und beibehalten. Mit 6:7 Stimmen hat der Gemeinderat einen Beschlussvorschlag von Bürgermeister Hans Biechele zur Asphaltierung nach intensiver Debatte abgelehnt. Der Vorschlag Biecheles beinhaltete eine, wenn auch nicht abgesicherte, günstige Kostenvariante für die Gemeinde. Biechele selbst, aber auch die Ratsmitglieder fühlten sich bei der Diskussion „innerlich hin- und hergerissen“, wie mehrmals beteuert wurde.

Der etwa 700 Meter lange Feldweg, der eigentlich nur für den landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen ist, diente während des Baues der Schmutterbrücke an der Kreisstraße in Münster den Ortskundigen aber auch als Umleitungsstrecke zwischen beiden Orten, so Biechele. Der Weg ist deshalb in einem sehr schlechten Zustand. Eine Asphaltierung sei schon vor dem Brückenbau einmal Thema gewesen. Der Feldweg solle aber auch künftig bei Hochwasser den Anliegern der Viehweidestraße als Umleitungsstrecke dienen, so der Bürgermeister. Er informierte, dass der Landkreis jetzt bereit wäre, den Weg auf seine Kosten für rund 5500 Euro sanieren zu lassen. Laut vorliegendem Angebot wäre dagegen die Asphaltierung in einer Breite von drei Metern mit Kosten von rund 39300 Euro verbunden. Die Asphaltierung müsste jedoch die Gemeinde veranlassen und tragen. Hans Biechele berichtete von einem Vorgespräch mit Landkreisvertretern sowie den Feuerwehren und Jagdgenossenschaften beider Ortsteile über eine eventuelle Kostenbeteiligung bei Asphaltierung des Weges. Dabei würden der Gemeinde noch Restkosten von etwa 20000 Euro verbleiben, erläuterte Biechele. Er machte die detaillierte Kostenaufteilung mit der Asphaltierung zum Beschlussvorschlag.

Die Diskussion verdeutlichte je-doch, dass die Kostenbeteiligungen von Jagdgenossen und Feuerwehren noch keinesfalls sicher sind. Lediglich der Landkreis hat die Kosten der Sanierung als finanzielle Beteiligung bei einer Asphaltierung zugesagt. Auch weil im Gemeindegebiet noch einige andere Ortsstraßen dringend saniert werden müssen (wir berichteten), kam es letztendlich zur – wenn auch knappen – Ablehnung des Vorschlags von Biechele, obwohl dieser zuvor noch meinte: „Es wäre jetzt eine günstige Gelegenheit, für günstiges Geld den Weg zu asphaltieren.“

Bei der Sitzung erhielt der Bürgermeister auch das einstimmige Votum zur Führung von Grundstücksverhandlungen für das Radwegenetz des Landkreises. Dieser möchte in den Jahren 2017 und 2019 die Radwege entlang der Kreisstraße Richtung Waldberg und Langenneufnach bauen lassen. Die hierzu nötigen Grundflächen muss die Gemeinde erwerben und dem Kreis zur Verfügung stellen, hieß es. (öh)

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