Bundeswehr

10.01.2013

„Good Bye Lechfeld“

Ein Erlkönigfoto vom Luftwaffenstützpunkt Erding: Sozusagen als Sonderedition wurde dort ein Tornado des JaboG 32 für den Abschied des Gescwhaders vom Lechfeld neu lackiert. Im Cockpit beim Start nach Lagerlechfeld:  Kommodore Oberstleutnant Dohler. Foto: Frank Schmidl

 Das Lechfeldgeschwader verabschiedet sich mit einem Gruß vom Himmel von der alten Heimat.

Der letzte Tornado des Lechfeldgeschwaders wurde für den Abschied vom angestammten Fliegerhorst bereits mächtig herausgeputzt. Und schon jetzt zieht er beim normalen Übungsbetrieb Ehrenrunden über der Region. Gut zu erkennen ist die Sonderlackierung mit dem Schriftzug „Good Bye Lechfeld“ jedoch nur bei niedriger Flughöhe in den Start- und Landekorridoren.

Es ist die Maschine mit der Kennung 46 + 45, die dem traditionsreichen Bundeswehrstandort und seinem Umland damit die Ehre erweisen wird, wenn am 26. und 27. März die letzten am Lechfeld verblieben Tornados des Jagdbombergeschwaders 32 abheben und dann mit der Auflösung des JaboG 32 ein weiteres – jedoch längst nicht letztes – Kapitel in der 150-jährigen Militärgeschichte am Lechfeld schließen. Ihre neue Heimat ist dann das Aufklärungsgeschwader 51 Immelmann in Schleswig.

Der Abschieds-Jet sei durch Zufall ausgewählt worden, heißt es: Bei ihm war sowieso eine Erneuerung der Normlackierung fällig. Nun hat er allerdings keinen Tarnanstrich, sondern glänzt in prächtigen Farben mit vielen Motiven: Der Industriedesigner Tom Marschik hat die Sonderlackierung aus alter Verbundenheit entworfen – kostenlos, wie der amtierende Kommodore Oberstleutnant Thomas Dohler betont.

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Dreidimensional auf den Lechfeldtornado gebracht wurde das Design in der Luftwaffenwerft in Erding von Walter Heidler, der ansonsten als Falkner die Startbahn am Lechfeld von Tieren freihält (wir berichteten) und schon mehreren Maschinen des JaboG 32 Sonderlackierungen gab.

Dem Lechfeldgeschwader bedeutet dieser Abschiedstornado offenbar sehr viel. Nachdem Oberstleutnant Dohler ihn selbst von Erding aus aufs Lechfeld gefolgen hatte, sagte er: „Das habe es mir gegönnt.“ Ob er es auch sein wird, der Ende März mit der lezten Maschine hier abgeheben wird, ist noch nicht entschieden.

Auf jeden Fall werden ein letztes „Ehemaligentreffen“, der militärische Auflösungsappell, und dann der sogenannte „Fly out“, nicht vor der Öffentlichkeit stattfinden. Das hat die Bundeswehr entschieden.

Wie Kommodore Dohler sagt, sei der Abschiedsjet auch ein Dankeszeichen an die Umgebung des Fliegerhorstes für die gute Nachbarschaft über 55 Jahre hinweg.

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