Newsticker

Seehofer will einheitliche EU-Einreisebedingungen für Paare in Corona-Zeit
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Granit aus Portugal für die Fuggerstraße: Ein steiniger Weg

Granit aus Portugal für die Fuggerstraße: Ein steiniger Weg

Granit aus Portugal für die Fuggerstraße: Ein steiniger Weg
Kommentar Von Maximilian Czysz
30.06.2020

Warum muss der Granit für die neue Fuggerstraße in Schwabmünchen aus Portugal kommen?

Er hat einen gleichmäßigen Farbton, eine hohe Widerstandskraft, ist hart und wetterfest: Wegen seiner Eigenschaften wird Granit gerne im Straßenbau verwendet. Auch die neue Fuggerstraße in Schwabmünchen wird damit gepflastert. Aber warum müssen ausgerechnet viele Tonnen über tausende von Kilometern aus Portugal ins Augsburger Land transportiert werden?

Die Diskussion über den Stein und seine Herkunft mag müßig erscheinen. Schließlich ist die Entscheidung für den Granit aus Portugal längst gefallen. Trotzdem darf nachtarockt werden: Denn mit der Corona-Krise und ihren Folgen ist die Frage, wie Globalisierung in den nächsten Jahren noch Sinn macht, wieder ganz aktuell. Darf wirklich nur der günstigere Preis das Argument sein? Oder nehmen wir in Kauf, dass Ware aus der Nähe auch mal etwas teurer ist?

Granit aus dem Bayerischen Wald zum Beispiel: Dort wurden viele Betriebe vor Jahren durch die Billigkonkurrenz aus China und Indien in den Ruin getrieben. Die Nachfrage besiegelte das Schicksal der Steinhauer. Ein Umdenken könnte den bayerischen Betrieben einen steinigen, aber besseren Weg in die Zukunft bescheren.

Den Bericht zum Kommentar finden Sie hier: Baustelle in Fuggerstraße: Kreuzung bald wieder frei

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren