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Projekttag

07.07.2012

Grundschüler lernen in Kirche und Moschee

Die Deckenmalereien in der Liebfrauenkirche erklärten Ludmilla Bormann (links) und Klassenleiterin Lisa Unger den Kindern.
Bild: Anja Fischer

Die beiden Bobinger Grundschulen besuchen Gotteshäuser in der Stadt. Kontakte zwischen Konfessionen fördern

Bobingen Frieden und Toleranz schon in der Schule lernen – das sind die Hauptargumente für einen „Projekttag Kirchen/Moschee“, den jetzt die beiden Grundschulen in Bobingen gemeinsam durchführten. In der Grundschule an der Singold wie auch in der Laurentiusgrundschule bereiteten engagierte Lehrkräfte diesen Tag seit Schuljahresbeginn vor.

Schließlich besuchten alle Klassen die evangelische Kirche, eine der katholischen und eine der Moscheen in Bobingen. „Es ist uns wichtig, den Kindern die Kirchen beider Konfessionen, die Moschee, die christlichen Gemeinden und die muslimische Gemeinde in Bobingen besser bekannt zu machen“, betonte Martina Liebhäuser-Haggenmüller in einem Schreiben an die Eltern.

Neben einer Führung durch die einzelnen Bauten wurde deshalb vor allem Wert auf Gespräche gelegt. Die Schüler trafen auf Menschen, die von ihrer Arbeit und ihrem Leben in den Gemeinden erzählten. „So soll das bereits bestehende gute Miteinander zwischen den Pfarrern, Gemeindeleitungen und Religionslehrern auch im größeren Rahmen für die Kinder spürbar werden“, meint Liebhäuser-Haggenmiller. Sie hat mit Beate Grund, Theresia Zettler, Helga Kohlmann, Angelika Reiter, Sybille Walch, Achmed Tutam und den Pfarrern Thomas Rauch und Peter Lukas viel Energie in die Vorbereitungen für den Projekttag gesteckt.

Grundschüler lernen in Kirche und Moschee

Der Altar gefällt, weil da „so viel Gold daran ist“

Den Kindern jedenfalls gefiel der Einblick in die unterschiedlichen Religionen und Kulturen. Die neunjährige Magdalena aus der Ganztagesklasse an der Singoldschule etwa war vom Altar in der Liebfrauenkirche ganz begeistert.

Auch wenn zunächst für die Kinder vor allem das Offensichtliche zählt. „Der Altar ist am schönsten, weil da so viel Gold dran ist“, meinte sie und fand im Vergleich die Moschee „ein wenig leer, da gab es nicht so viel zu sehen“. Auch etwas Neues hatte Magdalena schon gelernt. „Wie das mit dem Beichtstuhl funktioniert, wusste ich noch nicht“, erzählt sie.

Ihr Klassenkamerad Max war hingegen von den Deckenmalereien in den Kirchen begeistert. „Ich weiß jetzt, dass es in manchen Kirchen unterschiedliche Fenster mit anderen Mustern gibt“, erklärt er. Auch dass es so wertvolle Kirchen gibt, dass sie sogar mit Video überwacht werden müssen, faszinierte ihn – und dass die Kirchturmuhr in alle Himmelsrichtungen zeigt.

Ebenso sind die Schulen mit ihrem Projekttag in alle Richtungen offen. Sie konnten das den Kindern dabei mit Spaß und gegenseitiger Achtung vermitteln.

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