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03.08.2016

Günther Fleischmann zeigt Bobingen als Kunst

Viele kennen Günther Fleischmanns aquarellierte Serie Bobinger Kirchen. Auch in zahlreichen anderen Werken setzte er seine Heimat künstlerisch in Szene.
Bild: Ingeborg Anderson

Der Maler und Zeichner erlag nun seinem Leiden. Er hinterlässt ein großes Werk

In stimmungsvollen Aquarellen hat der Maler und Zeichner Günther Fleischmann seine Heimatstadt Bobingen künstlerisch festgehalten – Kirchen, Straßenszenen, die Natur an der Singold oder die Blumen in seinem Garten. Jetzt ist er im Alter von 74 Jahren einem schweren Krebsleiden erlegen.

Der geborene Straßberger hatte ein bewegtes Leben hinter sich, bevor er in der Vogelsiedlung seinen familiären und künstlerischen Ruhepunkt, sein persönliches Paradies, wie er es ausdrückte, fand.

Nach einer Lehre als Maschinenschlosser lernte er zunächst die Welt kennen, etwa als Seemaschinist oder Turbinenmonteur. Schon früh zeigte sich sein künstlerisches Talent in seinen Zeichnungen. Und diese Gabe mit seiner Ausbildung verbindend, schuf er für die Siedlungskirche das Relief der Heiligen Familie sowie andere Metallskulpturen.

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Mit fast 40 Jahren entschloss er sich, dem Ruf seines künstlerischen Talents zu folgen und bewarb sich an der Kunstschule München, wo seine Begabung erkannt und mit einem Stipendium gewürdigt wurde.

Nach dem Abschluss als Grafik-Designer hatte er lukrative Angebote. Doch ein schwerer Verkehrsunfall machte diese Pläne zunichte. Aber Fleischmann blieb der Kunst und sich selbst treu. Er wurde Gründungsmitglied des Bobinger Kunstvereins und begann seine Arbeiten auszustellen. Und er gab Zeichen- und Aquarellmalkurse im Kunstverein Bobingen. In einem dieser Kurse lernte er seine Frau Ingrid Datz-Fleischmann kennen.

Der Künstler Günther Fleischmann ist im kulturellen Leben seiner Heimatstadt Bobingen fest verwurzelt. Jeder kennt seine Aquarellserie „Bobinger Kirchen“. Bereitwillig stellte er seine Bilder für Benefizaktionen zur Verfügung. Zu einer Serie gezeichneter Dichterportraits fanden Literaturveranstaltungen statt. Für die Stadt schuf er in seiner unverwechselbaren künstlerischen Handschrift das Plakat für den Christkindlesmarkt. Treffend würdigte Kulturamtsleiterin Elisabeth Morhard seine Bedeutung, wenn sie sagt: „Günther Fleischmann war ein kulturelles Schwergewicht in Bobingen.“ (inge)

mit Beerdigung findet am Freitag, 5. August, um 15 Uhr in St. Felizitas statt.

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