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Königsbrunn

15.07.2018

„Hässliche Hütte“ bei St. Ulrich kann jetzt weg

Diese Bruchbude nördlich der Königsbrunner Ulrichskirche soll bald abgerissen werden.
Bild: Melanie Meindel

Die Tage der Bruchbude nördlich der Ulrichskirche in Königsbrunn sind gezählt. Was dort geplant ist.

Seit fast zwei Jahren zieht eine Bruchbude nördlich der Ulrichskirche die Blicke von Autofahrern und Passanten an. Der jämmerliche Rest eines Wohnhauses bietet durch fehlende Wände Einblicke in frühere Wohnräume und wirkt bei jedem Sturm noch desolater. Nun sind seine Tage gezählt.

Im Bauausschuss gab es grünes Licht für das Verhandlungsergebnis der Bauverwaltung mit dem Investor. Ein Bauunternehmer aus Augsburg-Göggingen plant seit gut zwei Jahren, an dem markanten Platz beim Kreisverkehr Nord eine große Wohnanlage zu errichten, und will dabei das etwa 2300 Quadratmeter große Grundstück möglichst optimal ausnutzen.

Bereits drei Mal präsentierte das Unternehmen Entwürfe im Bauausschuss, die allerdings keine Zustimmung der Stadträte fanden (wir berichteten). Zum Teil waren die geplanten Baukörper zu wuchtig, zum Teil überschritten sie die gesetzlich vorgegebenen Abstandsflächen.

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Besonders heikel war die Situation an der Frühlingsstraße, wo Stellplätze und an der Nordostecke des geplanten Neubaus die Abfahrt in die Tiefgarage vorgesehen sind. Hier fehlte bislang der Platz für sicheres Ein- und Ausfahren in die schmale Straße.

Jetzt konnte Werner Lohmann, der Leiter des technischen Bauamtes, im Ausschuss eine Lösung präsentieren, die dort für Autofahrer und Passanten wesentlich mehr Platz lässt: Wenn die Stadt einen Streifen von 2,70 Meter von der angrenzenden Grünfläche am Kreisverkehr abtritt, dann kann der Bauunternehmer das gesamte Gebäude um zwei Meter nach Süden verschieben. Und dann könnte auch die Frühlingsstraße um zwei Meter erweitert werden. So bliebe sogar noch Platz für einen Gehweg zwischen Straße und Neubau.

Vertreter aller Fraktionen sehen Verbesserung in der Planung

Darin sahen die Vertreter aller Fraktionen eine wesentliche Verbesserung der Planung. „Der Abstand nach Osten ist jetzt auch okay“, ergänzte Alexander Leupolz (CSU). „Wir sind auf der Zielgeraden“, bemerkte Helmut Schuler (Freie Wähler) sichtlich erleichtert. Er schlug vor, die Stadt solle gleich die bestehende Hecke nördlich der Grünfläche als neue Grenze wählen und die Ecke dahinter an den Investor verkaufen.

Auch Florian Kubsch (SPD) war bereit, städtischen Grund abzugeben, „wenn wir das Ding vorwärtsbringen und die hässliche Hütte wegkommt“. Doris Lurz (Grüne) regte an, noch darauf zu drängen, dass die Seitenwand des vorgesehenen Mülltonnenhäuschens an der Westfassade zur Bürgermeister-Wohlfarth-Straße hin begrünt wird. Für Ludwig Fröhlich (Freie Wähler) war das zu wenig. Er sah es an diesem prominenten Platz völlig falsch platziert. Dem stimmten dann auch die anderen Stadträte zu.

Mit diesen Vorgaben wird nun Werner Lohmann erneut mit dem Investor verhandeln – und bei einer Einigung einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Projekt ausarbeiten lassen. Dann ziehen vielleicht bald Baukräne die Blicke der Passanten auf sich.

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