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Aufführung

14.11.2018

Hoch motivierte Laienschauspieler

Malz-Beppo (Dieter Zettl, links) und die Landstreicher Abstauber-Bartl (Wilhelm-Peter Haggenmüller, Mitte) und Langfinger-Jockl (Harry Knapek, rechts) treffen zufällig im Dusterhof aufeinander.
Bild: Sabine Hämmer

Die Theatergruppe Königsbrunn präsentiert mit „Botschamperlspuk“ einen Schwank in drei Akten

Eine gelungene Premiere feierte die Theatergruppe Königsbrunn mit ihrem neuesten Schwank „Botschamperlspuk“ von Ralf Wallner im Trachtenheim. Die Geschichte dreht sich um einen verlassenen Bauerhof, den Dusterhof, in dem es nicht nur spuken soll, sondern der auch einige Familiengeheimnisse verbirgt.

Auf der fantasievoll von den Mitgliedern der Theatergruppe dekorierten Bühne entführten acht hoch motivierte Laienschauspieler des Ensembles unter der Regie von Dieter Zettl und Sylvia Krätz die Gäste auf den mysteriösen Bauernhof. Dort, zwischen allerlei altem Hausrat, Spinnweben und Erinnerungsgegenständen, gaben sich nicht nur Geister ein reges Stelldichein.

So löste eine Wunschzettel-Geisterbeschwörung, die die beiden Freundinnen, Giggi (Miriam Jung) und Mina Sonnhofer (Carolin Ritsch) ausheckten, eine ganze Kette von Verwicklungen aus. Denn nicht nur die beiden jungen Mädchen, pfiffig und voller Spielwitz verkörpert, hatten Herzenswünsche: So wünschte sich Brauknecht Tschacko, genial naiv und dennoch herzlich verkörpert von Peter Walter, nichts sehnlicher, als eine liebe Frau. Hierfür nahm er sogar den nicht so ganz ernst gemeinten Ratschlag seines Dienstherren Malz-Beppo (souverän verkörpert von Dieter Zettl) an: Nackt und dabei jodelnd stellte er sich bei Vollmond in einen Bach.

Tatsächlich blieb sein spektakulärer Auftritt nicht unbeobachtet und erregte die Aufmerksamkeit und Neugier der schrulligen Dorfschul- lehrerin Adelheid Amsel. Petra Haggenmüller, Neuling auf der Bühne, verkörperte diese spezielle Rolle mit Bravour.

Seltsam war, dass es immer wieder auch die beiden Landstreicher Langfinger-Jockl (Harry Knapek) und Abstauber-Bartl (Wilhelm-Peter Haggenmüller), die seit 25 Jahren ihr Leben mit Taschendiebstahl finanzieren, zum Dusterhof zog. Nicht nur der Sonnhoferin (Rosie Haggenmüller), die früher zwölf Jungs an einem Wochenende vernaschte, sondern auch dem Malz-Beppo kam das Duo plötzlich irgendwie bekannt vor. Was die Zuschauer erst später über das verlotterte Paar erfahren: Ein besonderes Geheimnis verbindet die beiden und schweißt sie entsprechend fest zusammen.

Fetzige Dialoge, mitunter auch mal schlüpfrige Sprüche und sehr lebendiges Theater, verkörpert mit großer Leidenschaft, erlebte das Publikum beim „Botschamperlspuk“.

Als Souffleuse war Christa Prokscha im Einsatz. Für die perfekte Maske sorgten Maria Hemmrich und Angelika Kopp. Inspizientin war Gisela Wüst. Die Bühnentechnik teilten sich Charly Seehofer und Walter Grosselfinger.

Die Gäste dankten den Akteuren mit großem Applaus. Die Eheleute Carolin und Dieter Settele, die aus Haunstetten ins Trachtenheim gekommen waren, waren sich einig: „Wir genossen einen herzerfrischenden Novemberabend, der dem Gemüt richtig guttut.“

„Restkarten gibt es noch für die beiden Vorstellungen am kommenden Wochenende“, so Regisseurin Sylvia Krätz und fügte hinzu: „Als ideales Weihnachtsgeschenk eignen sich möglicherweise Karten für die vier weiteren Vorstellungen im Januar 2019.“

im Kulturbüro, Marktplatz 9, Telefon 08231/606-260 oder Online (www.koenigsbrunn.de) für die Vorstellungen am Samstag, 17. November, 19.30 Uhr, und Sonntag, 18. November, 18 Uhr, sowie 2019 an den Samstagen 12. Januar und 26. Januar um 19.30 Uhr sowie an den Sonntagen 13. Januar und 27. Januar um 18 Uhr.

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