Schwabmünchen

02.04.2018

Hoher Besuch beim THW

Zugführer Leo Wieser (Zweiter von links) erklärt THW-Präsident Albrecht Broemme (rechts) die neue Ausstattung zur Gebäudesicherung und Abstützung.
Bild: THW

Der Präsident des Hilfswerks besucht den Ortsverband.

Seit 2006 ist Albrecht Broemme Präsident des Technischen Hilfswerks. Damit leitet er die einzige Bundesbehörde, die zu 99 Prozent aus Ehrenamtlichen besteht. In seiner Amtszeit besuchte er schon über die Hälfte der bundesweit 668 THW-Ortsverbände. Nun stattete Broemme auch den Einsatzkräften des Schwabmünchner Standorts einen Besuch ab.

Der Ortsbeauftragte Karsten Köhler erzählte in einem Rundgang durch die Schwabmünchner Liegenschaft, dass der THW mit seinem Technischen Zug und der Fachgruppe Infrastruktur aus dem Stadtbild von Schwabmünchen nicht mehr wegzudenken sei. Außerdem gehöre die Einsatzorganisation mit rund 50 Einsatzkräften zu den Partnern der Feuerwehr und der Polizei. Jugendleiterin Barbara Häckl ergänzte: „Wir haben über 30 Jugendliche in der Jugendgruppe.“ Das zeige, dass es entgegen dem Trend zur Individualgesellschaft doch noch Jugendliche gebe, die sich engagieren.

Albrecht Broemme ist seit zwölf Jahren Präsident

Broemme, der in den frühen 70er-Jahren ehrenamtlich beim THW Darmstadt einstieg, erzählte den Schwabmünchnern bei einer gemeinsamen Brotzeit, dass er nie gedacht hätte, einmal so lange beim THW aktiv zu sein. Der studierte Elektroingenieur war einige Jahre Leiter der Berliner Feuerwehren, bevor er vor zwölf Jahren Präsident der Bundesbehörde THW wurde. „Ich wünsche mir, dass jeder, der das THW als sein Hobby versteht, noch mindestens einen Freund oder Bekannten zum nächsten Dienst mitbringt“, antwortete Broemme auf die Frage, was er sich denn von den Ehrenamtlichen wünsche. Damit betonte er zugleich die Wichtigkeit der Nachwuchsgewinnung. Sie sei existenziell für das THW als schlagkräftiger Verband bei Katastrophenlagen und in der örtlichen Gefahrenabwehr. Bevor der Präsident sich spätabends auf den Heimweg machte, wendete er sich nochmals an die versammelte Mannschaft: „Ihr habt eine gemütliche Liegenschaft und ihr macht auf mich als Gruppe einen tollen Eindruck.“

Die rund 80000 Helfer des THW retten bundes- und weltweit Verletzte, beispielsweise aus eingestürzten Häusern. Nach Katastrophen oder größeren Unglücksfällen helfen sie auch bei der Bereitstellung von Trinkwasser und Strom für die Bevölkerung und wichtige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Mehr Informationen über die Arbeit des THW finden sich auf www.thw-schwabmuenchen.de. (SZ)

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