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Graben

19.02.2021

In Graben können Bücher bald kontaktlos ausgeliehen werden

Seit 25 Jahren betreut Christine Knoller die Gemeindebücherei in Graben. Mit Freude und Abstand überreichte Bürgermeister Andreas Scharf ihr die Ehrenurkunde des Freistaates. Bald soll die Bücherei digital auf Vordermann gebracht werden.
Bild: Uwe Bolten

Plus Die Bücherei in Graben soll digital auf Vordermann gebracht werden. Leiterin Christine Knoller freut sich auf das neue System. Als langjährige Mitarbeiterin erlebt sie nun den digitalen Wandel mit.

In der Bücherei in Graben gibt es mehrfachen Grund zu feiern. Zum einen erhielt Leiterin Christine Knoller die Ehrenurkunde des Freistaates Bayern, weil sie seit 25 Jahren dort arbeitet. Bürgermeister Andreas Scharf überreichte ihr die Auszeichnung. Zum anderen erhielt die Gemeinde eine Förderzusage, um die Bücherei digitaler zu gestalten und die Verwaltung des Bestandes auf ein neues System umzustellen.

"Alle Leser können dann mit Ihrem Leseausweis oder einer Handy-App selbstständig und kontaktlos Bücher ausleihen, beispielsweise auch während Veranstaltungen, bei einem Kaffeebetrieb oder ohne Bibliothekspersonal", erklärte Scharf. Dies sei gerade in der Corona-Krise hilfreich, um den Büchereibetrieb aufrechtzuerhalten.

Für die Digitalisierung der Bücherei sind mehr als 50.000 Euro veranschlagt

Büchereileiterin Knoller freut sich über die neuen digitalen Möglichkeiten: "Für uns als Personal bedeutet die Anlage eine Reduzierung des Verwaltungsaufwandes. Dafür haben wir mehr Zeit für die Beratung der Nutzer." Darin hat Knoller jahrelange Erfahrung. Im Februar 1996 trat sie in den Gemeindedienst ein und betreute von Anfang an die Gemeindebücherei, die damals noch in der heutigen Grundschule in Graben untergebracht war.

"Meine Arbeit hat mir immer viel Freude gemacht, ein Höhepunkt war im Juni 2013 der Umzug der Bücherei in das Kulturzentrum", sagt Knoller. Mit der Umstellung auf die kontaktlose Ausleihe folgt nun der nächste große Schritt.

Ihre Kollegin Susanne Adler habe in Abstimmung mit der Verwaltung den Antrag zur Förderung aus dem Bundesprogramm "Wissenswandel" gestellt, berichtete Bürgermeister Scharf in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Vorhaben kostet rund 52.00 Euro. Die Kommune erhält eine Förderung von 90 Prozent. Der Gemeinderat stimmte der Bereitstellung des Restbetrages einstimmig zu.

Das neue System beinhaltet ein Selbstverbucher-Gerät, zwei Bildschirme, zwei Sicherungstüren für die beiden Ausgänge, vier Lese- und Schreibeinheiten zur Initialisierung und Verbuchung, 18.000 Etiketten und weitere Posten, die für die Umstellung notwendig sind. Das Projekt muss Ende August dieses Jahres abgeschlossen sein.

Straßenausbau in Graben wird teilweise verschoben

Ein weiteres Thema im Gemeinderat war die Straßensanierung. Bei den Planungen zum Ausbau der Schlehen- und Gartenstraße sowie dem Grünten- und Ligusterweg hatte sich herausgestellt, dass die Straßen keine Sickereinrichtungen haben. Nun sind Neuplanungen erforderlich. Wie in der Sitzung bekannt gegeben wurde, können nicht alle Verkehrswege in diesem Jahr ausgebaut werden. Die Sanierung der Afrastraße wurde direkt auf 2022 verschoben.

Die Räte sprachen außerdem über den Glasfaserausbau in der Gemeinde. Nach der Deutschen Glasfaser habe nun auch die Telekom ein Interesse an der flächendeckenden Versorgung von Glasfaseranschlüssen im Lechfeld bekundet, berichtete Bürgermeister Scharf vom jüngsten Treffen der Lechfeld-Bürgermeister.

"Wir sollten nun prüfen, welchen Anbieter wir wählen, obwohl die letzte Beschlussfassung in Richtung Deutsche Glasfaser geht. Zum Beschlusszeitpunkt gab es jedoch noch keinen anderen Interessenten", erklärte er. Die Gemeinderäte sprachen sich für einen Vortrag der Anbieter in der nächsten Sitzung aus.

Arbeitsgemeinschaft Volksfest soll Konzept für Sommerfest erarbeiten

Sie bekräftigten außerdem, dass sich die Kommune an gewohnten Veranstaltungen wie die Gräbinger Wiesen und dem Wasserturmfest heuer nicht beteiligen werde. Stattdessen beauftragten sie die Arbeitsgemeinschaft Volksfest, ein Konzept für das geplante Sommerfest zu erstellen. Als Zeitraum wurde Mitte bis Ende Juni ins Auge gefasst.

Bürgermeister Scharf sprach auch das Thema Straßengullys an. Laut Verordnung sind die 1086 Sinkkästen im Gemeindebereich durch die Anlieger regelmäßig zu leeren. "Für viele Bürger ist das aber schwierig oder unmöglich, deshalb wäre es sinnvoll, die Arbeiten zumindest im Zweijahresturnus extern zu vergeben", sagt Scharf. Dies sei unter anderem ein Grund für die letzte Grundsteuererhöhung gewesen. Die Gemeinderäte befürworteten den Vorschlag.

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