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30.05.2020

Keine Ampel an der Schule an der Römerallee

Königsbrunner Bauausschuss lehnt das Projekt ab

An jedem Schultag überqueren Dutzende Schulkinder am Schulgebäude an der Römerallee in Königsbrunn die Straße. Um die Querung sicherer zu machen, hatte die Stadtverwaltung die Anschaffung einer Ampelanlage angeregt. Im Bauausschuss fand die Anregung aber aufgrund der Kosten keine Mehrheit.

Zu bestimmten Zeiten sorgen Schülerlotsen an der Stelle für eine sichere Querung. Allerdings kann die Stadt nicht immer gewährleisten, dass Ehrenamtler parat stehen, wenn Kinder das Schulgebäude verlassen. Zudem sei die Aufgabe durch das gestiegene Verkehrsaufkommen in der Römerallee nicht leichter geworden, heißt es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung. Mit der Ampel hätte man Abhilfe schaffen können. Durch eine Ausführung als „Drückampel“, bei der man per Knopfdruck die Ampel in Betrieb setzt, wäre der Verkehr nicht mehr als nötig gebremst worden. An der Heidestraße wurde für die Zeit der Sanierung der Grundschule Nord eine provisorische Anlage aufgestellt. Man habe damit gute Erfahrungen gemacht, sagte Bürgermeister Franz Feigl auf Anfrage unserer Redaktion.

Für die Römerallee schlug die Stadtverwaltung eine fest installierte Anlage vor, da ein Provisorium aufgrund hoher Mietkosten zu teuer gewesen wäre. Die dauerhafte Anlage hätte je nach Ausführung zwischen 44500 und 51500 Euro gekostet.

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Jürgen Göttle (Freie Wähler) steht als Schülerlotse oft an der Stelle und warb sehr für die Ampel: Manche Kinder stünden einfach an der Straße und würden den Autos zugucken. Fahrer würden glauben, dass sie über die Straße wollen und anhalten. „Das führt zu Missverständnissen und diese Situationen sind nervig für Autofahrer und gefährlich für die Kinder. Mit Ampel wäre die Stelle unmissverständlich geregelt“, sagte er auf Nachfrage unserer Redaktion.

Für die Mehrheit des Bauausschusses war die Anschaffung angesichts der durch die Corona-Krise angespannten Haushaltslage und der bereits bestehenden Querungshilfe zu teuer. Das Projekt wurde mit 4:8 Stimmen abgelehnt. (adi)

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