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Königsbrunn: Die "Bom Jesus" rückt Fugger ins Rampenlicht

Königsbrunn

Die "Bom Jesus" rückt Fugger ins Rampenlicht

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    Königsbrunn. Unter Meeresarchäologen gilt sie mittlerweile als "das Schatzschiff" schlechthin: Die portugiesische Nao "Bom Jesus", ein Frachter, der im Frühjahr 1533 auf der Fahrt nach Indien am Südzipfel Afrikas strandete. Den Königsbrunner Kulturwissenschaftler Dr. Dr. Wolfgang Knabe faszinieren allerdings weniger die mehr als 2500 Goldmünzen, die in den vergangenen Monaten an der Skelettküste von Namibia freigelegt wurden - sondern für Laien eher unscheinbare Halbkugeln aus dunklem Metall.

    Die tragen allerdings ein Handelszeichen der Fugger und zeigen - wie viele andere Waren, die mit dem Schiff an die sandige Küste gespült wurden - welch wichtige Rolle die Fugger im Fernhandel des 16. Jahrhunderts spielten.

    Das ist grundsätzlich nicht überraschend. Was Knabe an dem Fund, den er im März 2009 auf Einladung des leitenden Archäologen Dr. Dieter Noli in Namibia in Augenschein nehmen konnte, jedoch begeistert, ist die Vielfalt der Ladung und der gute Zustand vieler Fundstücke. Für seinen großen Einsatz bei der Sicherung der archäologischen Schätze erhielt Dr. Noli auf Vorschlag Knabes im Sommer 2009 in Königsbrunn den von der Augusta-Bank gestifteten Mercateum-Preis (wir berichteten).

    Das populärwissenschaftliche Magazin "National Geographic" greift in seiner aktuellen deutschen Ausgabe den "Sensationsfund in Namibia" auf und widmet dem Thema gleich zwei Artikel. Im ersten, der in mehreren nationalen Ausgaben des US-Magazins erscheint, wird der Fund und seine Geschichte dargestellt.

    Im Zweiten, den Dr. Erwin Brugger, der Chefredakteur der deutschen Ausgabe, verfasste, zeigt er "die Spur der Fugger" auf - und gibt dabei die Gespräche wieder, die er mit Dr. Knabe über die Ladung der "Bom Jesus" führte.

    Auch Quecksilber an Bord

    Die enthielt neben 20 Tonnen Kupfer und auch Quecksilber aus fuggerscher Herstellung, sondern auch viele Handelswaren aus Süddeutschland. Der Gründer des Königsbrunner Handelsmuseums Mercateum zeigt sich begeistert: "Man sieht in ein Schaufenster, in dem alle damaligen Exportwaren nach Indien präsentiert sind."

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