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Königsbrunn
14.06.2019

Die Umbauarbeiten haben schon begonnen

Im Gebetsraum im Martin-Luther-Haus sollen mit Trockenbauwänden zwei Gruppen- und ein Ruheraum für die Krippe entstehen.
Foto: Hermann Schmid (Archiv)

Um das Martin-Luther-Haus in Königsbrunn zur Kita zu machen, muss noch einiges getan werden. Die Suche nach Personal kommt gut voran.

Die ersten Umbauarbeiten laufen schon im Martin-Luther-Haus. Wie berichtet, sollen dort im Herbst Kindergarten- und Krippenkinder betreut werden – zumindest solange, bis die größer angelegten Umbauten und Erweiterungen in der Königsbrunner Kita-Landschaft abgeschlossen sind. Damit das Gotteshaus bis September bereit für die Kinder ist, muss noch einiges getan werden.

Die ersten Arbeiten laufen derzeit bereits im Westtrakt des Hauses. „In drei Räumen dort werden die Kindergartenkinder einziehen“, sagt Pfarrer Ernst Sperber, von der evangelischen Kirchengemeinde. Dort seien vorwiegend einige Schönheitsreparaturen nötig. Die Böden und die Küche müssen erneuert werden, die Wände bekommen neue Farbe. Der einzig größere Posten betrifft die Toilettenanlage, die kindgerecht umgebaut werden muss. Am Ende soll dort Platz für 40 Kindergartenkinder sein.

Aus dem Gottesdienstraum wird die Kinderkrippe

Mehr zu tun gibt es im großen Gottesdienstraum, der einmal die Krippe beherbergen soll. Aus dem einen großen Raum werden mit Trockenbauwänden drei kleinere gemacht – zwei Gruppenräume für jeweils bis zu zwölf Kinder und einen gemeinsamen Ruhe- und Schlafraum für beide Gruppen. Außerdem muss die Decke abgehängt werden, um die Lautstärke im Raum möglichst niedrig zu halten.

Vor dem Gebäude entsteht je ein Außenbereich für Kindergarten und Krippe, sagt Sperber: „Die Einrichtung wird eine Interimsgeschichte, wir werden daher kein großes Vermögen für die Gestaltung ausgeben. Aber der Garten wird alles bieten, was man an Spielgeräten braucht.“ Platz sei ja ausreichend vorhanden. Das Gesamtareal ist etwa 4500 Quadratmeter groß.

Wie viel der gesamte Umbau kosten wird, ist noch nicht klar. Die Aufteilung sieht so aus, dass die Stadt die Kosten übernimmt und die evangelische Kirchengemeinde die Trägerschaft der Kita. Die Stadt sucht für einige Gewerke noch Firmen, derzeit laufen die Ausschreibungen und Angebote werden eingeholt. Erst dann werden die Kosten feststehen, auszugehen ist von einer sechsstelligen Summe.

Für die bisher angemeldeten Kinder gibt es schon ausreichend Betreuerinnen

Guten Mutes ist Pfarrer Sperber wegen der Personalsituation: „Für die bisher angemeldeten Kinder haben wir schon jetzt ausreichend Betreuerinnen gefunden.“ Martha Bobinger, die bei der Gemeinde für die Kindergärten zuständig ist, habe in den vergangenen Wochen Vollgas gegeben und über Anzeigen und persönliche Kontakte Mitarbeiterinnen angeworben. Sollten noch weitere Kinder angemeldet werden, könne man weiter suchen oder bestehende Mitarbeiterinnen bitten, ihre Stundenzahl zu erhöhen.

Die nächsten Wochen müssen zeigen, was mit den Geflüchteten passiert, die im Souterrain des Martin-Luther-Hauses wohnen. Pfarrer Sperber kann sich sehr gut vorstellen, die Bewohner einfach weiter zu beherbergen: „Es gibt eigentlich kaum Berührungspunkte mit der Kita. Man würde sich ein Treppenhaus teilen. Das hat man in jedem Mietshaus auch.“ Der Vertrag zur Beherbergung mit dem Landratsamt laufe über die Gemeinde und man habe nicht vor, diesen zu kündigen.

Den Gruppen, die bislang das Martin-Luther-Haus als Treffpunkt genutzt haben, hat Quartiersmanagerin Sabine Leimer im Gemeindezentrum St. Johannes Räume anbieten können, sagt Sperber: „Das Kammerorchester und der Gospelchor können sogar ihre bisherigen Probezeiten behalten.“ Wegen der angelaufenen Arbeiten hätten die Gruppen bereits ihre letzten Treffen im Martin-Luther-Haus absolviert.

Auch wenn es in den vergangenen Wochen viel Arbeit bedeutete, sei man froh über die Chance, aus dem Martin-Luther-Haus eine Kindertagesstätte zu machen, sagt Sperber: „Dadurch ist der Sprung nicht so groß, als wenn Wohnungen daraus geworden wären. Und wir als Kirchengemeinde können die Zukunft des Hauses mit gestalten.“ Für das Gotteshaus Martin-Luther-Haus laufen nun die Vorbereitungen für den Abschiedsgottesdienst, den die Kirchengemeinde am 14. Juli feiern wird.

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