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Bobingen

24.04.2017

Kraft und Eleganz an der Stange

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3 Bilder
Mit viel Kraft, Akrobatik führen die Teilnehmer komplizierte Figuren an der Stange aus und begeisterten das Publikum.
Bild: Ingeborg Anderson

Beim Turnier in der Bobinger Singoldhalle erleben 200 Zuschauer spektakulären Sport und künstlerischen Ausdruck. Viel Applaus bekommt eine Starterin aus Großaitingen.

Die erwartungsvolle Spannung war in der Singoldhalle deutlich zu spüren – sowohl bei den gut 200 Besuchern als auch bei den 35 Teilnehmern, die aus ganz Deutschland angereist waren. Für Letztere ging es darum, ihr Können an der vertikalen Stange beim Pole-Dance-Battle zu messen.

Nadine Rebel, Organisatorin und Leiterin des Studios Crazy Pole Augsburg, moderierte die Veranstaltung und erläuterte, worauf es ankommt: „Dieser Pole-Dance-Battle ist eine neue, besondere Form des Turniers, denn die Teilnehmer wissen vorher nicht, welche Emotionen sie in ihrer Performance ausdrücken sollen und welche Musik sie dazu haben. Bewertet wird hier nicht das, was schwerer ist, sondern die Fähigkeit, improvisieren zu können“, sagte sie.

Emotionen darstellen in nur 90 Sekunden

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Je eineinhalb Minuten hatten die Teilnehmer – ein Tänzer und 34 Tänzerinnen – Zeit, an der vertikalen Stange ihre Emotionen tänzerisch und akrobatisch auszudrücken. Dafür waren vier Kategorien oder genauer Gefühlswelten vorgesehen: Comedy, Trauer und Sehnsucht, Wut und Zorn sowie Sinnlichkeit und Romantik.

Eine siebenköpfige Fachjury bewertete die Akkuratesse, mit der die Figuren ausgeführt wurden, den tänzerischen Fluss, die erzählerische Komponente und die Bühnenpräsenz der Teilnehmer. Und während man bei einigen den enormen Kraftaufwand spürte, den es erfordert, sich an der Stange zu bewegen und zu halten, schienen andere förmlich zu schweben und zeigten dabei noch darstellerische Präsenz.

Fans sind begeistert über den künstlerischen Ausdruck

Die meisten der Pole Dancer hatten ihre Fans mitgebracht, die sie mit Applaus und Beifallrufen anfeuerten und die Stimmung in der Singoldhalle anheizten. Und das Publikum war fasziniert, wie Stefanie Hafner aus Bobingen: „Ich bin sehr tanzinteressiert. Den Pole Dance kenne ich bisher nur aus dem Fernsehen. Und ich wollte das auch mal live erleben“, sagt sie. Für einen Pole-Dance-Fan aus Dresden war es gerade das freie Improvisieren, das ihn zu diesem Turnier nach Bobingen führte.

Eine der Teilnehmerinnen, Gianna Sophie Locher, kam aus Großaitingen. Sie tanzt, seit sie drei Jahre alt ist. Der Pole Dance, den sie seit drei Jahren zu Hause im Keller trainiert, war für sie eine Entdeckung: „Es kommt dabei nicht nur auf Kraft, Akrobatik und Flexibilität an, ich kann dabei auch eine Geschichte erzählen und Emotionen ausdrücken“, erklärt sie ihre Faszination für den Tanz an der Stange. Sie hat schon an mehreren Turnieren teilgenommen.

Großaitingerin glänzt mit Darstellung von Zorn und Wut

Dieser Pole-Dance-Battle war für sie eine besondere Herausforderung, weil sie improvisieren musste und nicht nach einer vorher einstudierten Choreografie zur Musik ihrer Wahl tanzte. „Ich bin schon etwas aufgeregt, denn ich weiß noch nicht, in welcher Kategorie ich auftrete und welche Musik ich bekomme“, sagt sie. Das war ihr bei ihrem Auftritt nicht anzumerken. Ausdrucksstark und mit scheinbarer Leichtigkeit drückte sie an der Stange ihre Gefühle in der Kategorie Zorn und Wut aus und wurde damit zu einem der Publikumsfavoriten, die besonders viel Applaus erhielten. Außerdem sorgten der Zauberer Max Olbrich, die Burlesque-Tänzerin Samira Strawberrydream sowie das Tänzerpaar Sarah und Florian Lettieri für die zusätzliche Unterhaltung des Publikums.

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