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Untermeitingen

24.04.2019

Mehr als ein Hauch von Smokie im Four Corners

Spirit of Smokie überzeugen die Zuhörer im voll besetzten Four Corners mit Spielfreude und perfektem Zusammenspiel (von links: Andy Whelan, Dean Barton und Graham Kearns)
Bild: Uwe Bolten

Die britische Band „Spirit of Smokie“ überzeugt die Besucher im Untermeitinger Four Corners nicht nur durch die Stimme von Dean Barton.

Dort, wo sonst in der Four Corners Music Hall die Linedancer ihren Platz haben, stehen Biertischgarnituren. Der Saal ist bereits eine Stunde vor dem Konzert fast voll. Die Bedienungen suchen sich ihren Weg durch die Reihen, immer mehr Gäste kommen. Über allem thront die tiefrot beleuchtete Bühne, die eher spartanisch mit drei Gitarren und einem Bass sowie drei Barhockern und Mikrofonen ausgestattet ist.

Vor einem Jahr sah es ähnlich aus. Bis auf die Tatsache, dass damals deutlich weniger Gäste zum Konzert von „Spirit of Smokie“ kamen. „Es hat sich rumgesprochen, welch geniale Vorstellung Dean Barton zusammen mit Andy Whelan als Sologitarrist und Graham Kearns am Bass hier abgeliefert haben“, sagte William „Bill“ Wallace, Verantwortlicher für das Musikprogramm im bekannten Lokal an der Siemensstraße. Vor einem Jahr sprach er von einer mutigen Entscheidung, die Musik der Popgiganten Smokie in das Lokal zu holen, heute ist er sich sicher, dass das Konzert mit Dean Barton, Sohn des 1995 tödlich verunfallten Smokie-Frontmans und Sängers Alan Barton, und seinen Musikern ein Kracher wird.

Ähnliche Stimmen von Dean Barton und Smokie-Frontmann Alan Barton

Wallace behält Recht. Die raue und gleichzeitig warme Stimme Bartons gleicht der seines Vaters, Whelan ermöglicht mit rhythmischen und solistischen Anteilen die sofortige Wiedererkennung von Welthits der Ausnahmeband der 80er-Jahre. Kearns entlockt seinem Bass jene melodiösen Töne, welche die Lieder mit geprägt haben. Die Zuhörer stammen in der Mehrzahl aus der Generation, die diese Titel in den Top Ten erlebt haben und damals dazu tanzten.

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Sie sind vom ersten Stück dabei, schauen teilweise verklärt auf die Bühne und tauchen anhand Bartons Stimme und dem authentischen Background-Gesang in ihre Jugendzeit ein. „I’ll Meet You At Midnight“, „Take Good Care Of My Baby“, „Mexican Girl“ und „Wild Wild Angels“ ernten viel Beifall, bei „Oh Carol“ tobt der Saal im treibenden Rhythmus und singt lauthals mit. Die eigenen Lieder der Band, die neben diesen rein auf akustischen Instrumenten basierenden Auftritten auch als Fünf-Mann-Formation zu hören ist, kommen ebenso gut an. Das über zweistündige Konzert erfreut die Zuhörer durch perfektes Zusammenspiel aller musikalischen Elemente und Stimmungen.

Selbst einem Hardrocker gefällt das Konzert von Spirit of Smokie

„Von Haus aus bin ich Hardrocker. Aber was die Jungs hier präsentieren, ist der Wahnsinn. Ich habe selten Musik so aus einem Guss gehört“, sagte ein Gast, der aus dem Allgäu ins Lechfeld gereist ist. Die musikalische Zeitmaschine auf der Bühne fesselt die Gäste mit „For A Few Dollars More“, „Needles an Pins“ und „Stumblin’ In“ in der Vergangenheit. Emotionaler Höhepunkt ist Bartons Interpretation des Hits „Chasing Cars“ von Snow Patrol. „Don’t Play Your Rock’n’Roll To Me“ wird zur gefeierten Interaktion zwischen den britischen Musikern und dem Publikum.

Eine der drei Zugaben präsentierte einen Titel, den die Besucher schon im Laufe des Abends forderten: „Living Next Door To Alice“. Das Four Corners stand endgültig Kopf. Noch auf der Bühne vereinbaren die Musiker mit Bill Wallace den Auftritt im nächsten Jahr.

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