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Mittelneufnach

29.10.2020

Mittelneufnach plant ein neues Baugebiet

Achtung Baustelle: In Mittelneufnach soll ein neues Baugebiet entstehen.
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Achtung Baustelle: In Mittelneufnach soll ein neues Baugebiet entstehen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Nachdem im Neubaugebiet „Riedle“ in Mittelneufnach nicht alle Interessenten zum Zug gekommen sind, stellt die Gemeinde jetzt den Bebauungsplan für „Espele Nord“ auf.

Das neueste Baugebiet war nur ein Thema bei der Bürgerversammlung: Nachdem im Neubaugebiet „Riedle“ in Mittelneufnach nicht alle Interessenten zum Zug gekommen sind, stellt die Gemeinde jetzt den Bebauungsplan für „Espele Nord“ auf. Bürgermeisterin Cornelia Thümmel sprach auch über den Friedhof - der soll nämlich von der Gemeinde übernommen werden.

Thümmel rechnet mit dem Grundstückskauf für das neue Baugebiet und den Friedhof bis Ende des Jahres: „Da die Kirche viele Arbeiten rund um die Gräber im Ehrenamt erledigt hat, müssen wir als Gemeinde eine Neukalkulation für eine Satzung erstellen und die bisherigen Friedhofsgebühren entsprechend anheben.

Die Mittelneufnacher Gemeinde soll den bislang kirchlichen Friedhof übernehmen. Zuvor muss dessen Zustand noch begutachtet werden.
Bild: Andrea Strahl

Auch über Themen wie Grabeinfassung, Urnenbeisetzungen, seniorengerechte Wegeoberflächen und neue Bänke werden wir noch beraten.“

Anschluss an das Staudenwasser

Exakt nach Terminplan habe die Gemeinde zahlreiche Maßnahmen zum Übertritt von der eigenen Versorgung zum Zweckverband Staudenwasser abschließen können. Zwei große, mannshohe Übergabeschächte wurden in der Erde versenkt, eine weitere Zuleitung von Oberneufnach ließ eine Ringleitung entstehen und sorgt für konstanten und deutlich verbesserten Wasserdruck. Auf Bildern zeigte Thümmel neben den neuen Kunststoffrohren die deutlich in die Jahre gekommene alte Leitung.

Problematische Eisenmangan-Ablagerungen, die bisher das Trinkwasser rötlich eintrübten, wurden durch Spülen beseitigt und die gemeindeeigenen Brunnen stillgelegt. Bereits seit erstem Oktober wird Mittelneufnach ausschließlich mit Staudenwasser versorgt. Die Kosten werden jetzt auf die Mittelneufnacher umgelegt: in drei Raten im kommenden Jahr, abhängig von Grundstücks- und Geschoßfläche. Auch müssten die Hauseigentümer eventuell veraltete Druckminderer und Filter ihrer Hausanschlüsse austauschen.

Wie der Ortskern aussehen soll

In Bildern veranschaulichte Cornelia Thümmel, warum der Gemeinderat einen innerörtlichen Bebauungsplan ausweisen wird und wie ein ursprünglich ländlicher Ortskern ohne Regulierung zu seinem Nachteil verändert werden könnte. Ein intaktes Ortsbild für die dörfliche Gemeinschaft mit Freiflächen zum Verweilen mache Mittelneufnach lebenswert. Das Rahmenkonzept werde mit allen betroffenen Hausbesitzern erstellt. Innerhalb der Dorferneuerung würde hierzu für private Sanierungen von Gebäuden und Außenbereichen kostenlos beraten und bezuschusst.

Die Dorferneuerung ist noch im Gange, momentan laufen Grundstücksverhandlungen für die Umgestaltung der Reichertshofer Hauptstraße, der Augsburger Straße und der Mittelneufnacher Dorfmitte. Bürgermeisterin Cornelia Thümmel betonte, dass für die Dorferneuerung nicht der Gemeinderat Ansprechpartner und Entscheidungsträger sei, sondern der aus der Bürgerschaft gewählte Vorstand. Dessen Sitzungen seien in der Regel öffentlich, und hier würden auch die Beschlüsse auf Grundlage der einstigen Bürger-Arbeitskreise diskutiert und gefasst.

Schuldenstand sinkt leicht

Zweiter Bürgermeister Bernhard Kugelmann erläuterte schließlich den Gemeindehaushalt und Zahlen aus der Verwaltung. Gemäß den Tilgungsplänen fällt der Schuldenstand im Jahr 2021 von momentan 1,02 Millionen Euro auf unter eine Million. Die aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 977 Euro je Einwohner. Haupteinnahmequelle im Verwaltungshaushalt ist der Einkommenssteueranteil, gefolgt von der Schlüsselzuweisung des Freistaats Bayern und der Gewerbesteuer.

Die größten Ausgaben sind die Kreisumlage und Personalkosten. Da die Betriebserlaubnis der Mittelneufnacher Kläranlage Ende 2026 erlischt, sparte sich die Gemeinde bereits 615.000 Euro in einer Rücklage an. Seit 2016 (1146 Einwohner) schrumpfte die Gemeinde um 100 Einwohner, und in diesem Jahr stehen bislang vier Geburten sechs Sterbefällen gegenüber. „Wir hoffen doch, dass sich die Zahl der Einwohner nach der Ausweisung unserer neuen Baugebiete wieder nach oben bewegt“, sagte Bernhard Kugelmann.

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