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Bobingen

17.04.2013

Neue Moschee soll ab Herbst entstehen

Diese Skizze legte die Muslimgemeinde Bobingen zu ihrer Bauvoranfrage vor. So soll die neue Moschee gegenüber der ehemaligen Hoechst-Kantine demnach aussehen, rechts ein 18 Meter hohes Minarett ohne Lautsprecher. 

Vorhaben nimmt letzte Hürde in Bobingen. Die Muslimgemeinde wartet jetzt auf die Baugenehmigung vom Landratsamt. Stadt verlangt Garantie für Lärmschutz: keine Lautsprecher außen und Betriebsruhe ab 22 Uhr.

Der Bauplatz liegt an der Max-Fischer-Straße schräg gegenüber der ehemaligen Hoechst-Kantine. Der Bebauungsplan lässt dort ausnahmsweise sowohl Anlagen für kirchliche und kulturelle Zwecke als auch Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsinhaber und -leiter zu. Das Kulturzentrum liegt in dem Teil des Bebauungsplanes, der für die Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr eine völlige Betriebsruhe verlangt.

Dem Bauantrag lag zwar keine Beschreibung über die künftigen Aktivitäten bei, der Planer versicherte jedoch, dass die Frage der Lärmwerte mit dem Landratsamt Augsburg abgeklärt wird. Sollten im Versammlungsraum auch nach 22 Uhr Veranstaltungen stattfinden, wäre eine Befreiung von der Betriebsruhe notwendig.

Ausnahmen nur gegen Schall-Gutachten

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Diese sollte nach Auffassung der Stadtverwaltung aber nur in Aussicht gestellt werden, wenn ein schalltechnisches Gutachten garantiert, dass die für den Bebauungsplan geltenden Lärmwerte eingehalten werden können. Außerdem hat der Planer nochmals zugesagt, dass am frei stehenden Minarett mit einer Höhe von 18 Metern keine Lautsprecher angebracht werden.

Im Erdgeschoss umfasst der Bereich der neuen Moschee eine Fläche von 227 Quadratmetern. Über ein Foyer kann einer von zwei Mehrzwecksälen mit 144 Quadratmetern erreicht werden. Das Café im Erdgeschoss ist etwa 36 Quadratmeter groß; zusätzlich sind auf dieser Ebene auch die sanitären Einrichtungen vorgesehen. Im Obergeschoss soll das Kulturzentrum einen zweiten Mehrzwecksaal mit 58 Quadratmetern sowie Gebetsräume und ein Büro bekommen. Außerdem ist eine knapp 80 Quadratmeter große Wohnung vorgesehen.

Laut Plan soll die neue Moschee in der Max-Fischer-Straße 20 c zwei Vollgeschosse und eine flache Kuppel bei einer Gebäudegesamthöhe von 8,60 Metern erhalten, Versammlungssaal und Wohnung bekommen ein Flachdach. Das Bauwerk hat eine Wandhöhe von sieben Metern; das 18 Meter hohe Minarett hat einen eckigen Grundriss und eine abgeschrägte Spitze.

Der nördliche Bereich des Grundstücks soll als Garten gestaltet werden, im westlichen Teil sind Parkflächen geplant. Insgesamt 39 Stellplätze seien ausreichend und auf dem Gelände vorhanden, heißt es in einer ausführlichen Stellungnahme der Stadtverwaltung.

Die Ausschussmitglieder erteilten im Rahmen dessen einstimmig alle notwendigen Befreiungen von den allgemeinen Festsetzungen des Bebauungsplanes.

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