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Königsbrunn

03.02.2019

Tanz kann Spaß, aber auch Paartherapie sein

Margit und Bernd Egger waren extra aus dem Allgäu nach Königsbrunn angereist um sich vom Profi Joachim Llambi (links) Tipps zu holen.
Bild: Claudia Deeney

Welche Tipps Tanzpromi Joachim Llambi für Ehepaaren hat, die in Königsbrunn ihre Künste auf dem Parkett verfeinern. Ein Training für den großen Maskenball.

Joachim Llambi weiß wie tanzen geht: „Schritt, Schritt, Step, Dame raus“, fordert er mit klarer Stimme. Der ehemalige Turniertänzer und seit Jahren Juror mit Promi-Status, steht in der Mitte des Saals der Tanzgalerie Kuschill und dirigiert mit Worten die anwesenden Workshop-Teilnehmer.

Warmtanzen üben für den Maskenball

Discofox steht in dieser Runde auf dem Plan und das hört sich ja erst mal gar nicht so schwierig an. Denn das ist ein Tanz, den relativ viele Menschen aufs Parkett legen können. Aber da gibt es natürlich immer Steigerungsmöglichkeiten und deshalb sind auch Elisabeth und Stefan Rubner aus Königsbrunn in dieser Runde dabei. „Wir wollen unsere Kenntnisse noch einmal auffrischen, da heute Abend unser Sohn Vincent seinen Abschlussball hat und da wollen wir natürlich gut aussehen beim Tanzen“, verrät das Ehepaar. Der Abschlussball ist Teil des neuen Events von Tanja Kuschill. In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Königsbrunn fand ein Tanzkurs statt und die jungen Teilnehmer werden beim Maskenball in Abendgarderobe ihr Können zum ersten Mal öffentlich vorführen. „Wir freuen uns sehr auf heute Abend“, sagen die Rubners und hören aufmerksam zu, was ihnen Joachim Llambi erklärt.

Für Llambi ist wichtig: Habt Spaß

Er ist zum vierten Mal in Königsbrunn bei Kuschill und wird neben den stattfindenden Workshops auch den Maskenball moderieren. Am Nachmittag steht er lässig in Jeans und Pullover vor seinen Schülern und ist guter Dinge. Wer ihn nur als Juror in der TV-Show „Let‘s Dance“ kennt, erlebt eine angenehme Überraschung. Dort sitzt er nämlich mit seinen Kollegen hinter Tischen und haut die Kritik und Sprüche nur so raus. Letzteres tut er auch im Workshop, bringt mit Aufforderungen wie „Habt Spaß miteinander“, oder „Angucken“ – das gilt für Tänzer die auf ihre Füße schauen, statt auf den Partner – die Paare aber nicht aus der Fassung, sondern zum Lachen. Berührungsängste kennt er keine und legt auch mal Hand an und korrigiert beispielsweise die Armhaltung beim Paartanz. Das empfinden Margit und Bernd Egger als großen und sehr positiven Unterschied zum normalen Tanzunterricht. „Herr Llambi achtet viel mehr auf Details und auf die Technik, wenn man wie wir ein bisschen mehr möchte, ist das super“, sagt Bernd Egger. Er tanzt auch gerne, wie er sagt, seine Frau musste ihn nicht mitschleppen. Extra aus dem Allgäu sind sie angereist und ebenfalls nicht nur wegen der Workshops. Sie haben den „Langsamen Walzer“ ausgelassen und sind erst beim Cha-Cha-Cha eingestiegen und nehmen auch an der Disco-Fox Lehrstunde teil. Und auch sie wollen das Tanzbein beim Maskenball in Königsbrunn schwingen und gelerntes gleich mal in die Tat umsetzen: „Nach ein paar Schlückchen Sekt geht das auch prima“, ist sich Margit Egger sicher.

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Paartanz spiegelt die Beziehung

Ihr Mann hat auch eine einleuchtende Begründung, warum man als Paar tanzen sollte: „Paartanzen ist ein Spiegelbild der Beziehung, man muss aufeinander eingehen, um zu harmonieren, aber auch loslassen können“. Wie beispielsweise beim Discofox, wenn die Dame raus soll.

Dem pflichtet Profi Llambi bei und ergänzt: „Miteinander ein paar schöne Stunden zu Musik zu verbringen, das ist doch eine entspannte Zeit“. Tanja Kuschill empfindet das ähnlich und präzisiert: „Für mich ist Tanzen Medizin für Körper und Seele“. Und damit die Königsbrunner sich diese Medizin mit den Nebenwirkungen „Spaß und Freude am Tanzen“ weiter einverleiben können, versprechen Kuschill und Llambi diese Workshops auch zukünftig anzubieten.

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