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Großaitingen

14.04.2015

Tierischer Einsatz am Krötenzaun

An der drei Kilometer langen Strecke wurden 971 Erdkröten, 3 Grasfrösche sowie 15 Bergmolche und 19 Teichmolche sicher an ihr Laichgewässer gebracht.
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An der drei Kilometer langen Strecke wurden 971 Erdkröten, 3 Grasfrösche sowie 15 Bergmolche und 19 Teichmolche sicher an ihr Laichgewässer gebracht.

Bund Naturschutz organisiert Amphibiensammlung bei Großaitingen entlang der Verbindungsstraße Waldberg-Klimmach. Die Freiwilligen legen ihre Scheu schnell ab.

Unterstützt durch die feuchten und warmen Nächte hat die Hauptwanderzeit der Amphibien begonnen. Um ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen, waren wieder zahlreiche Helfer in Großaitingen bei der Aktion der Ortsgruppe des Bund Naturschutz unterwegs. Die öffentliche Amphibiensammlung wurde speziell für Familien an der Sammelstrecke zwischen Waldberg und Klimmach organisiert. Zahlreiche Eltern hatten sich mit ihren Kindern bei optimalen Wetterbedingungen am Laichweiher eingefunden. Brigitte Tröndle, stellvertretende Vorsitzende der Ortgruppe, informierte die Teilnehmer zunächst über die vier verschiedenen Arten, die an der Sammelstrecke vorkommen. Neben Erdkröte und Grasfrosch kommen in dem Waldgebiet rund um den Laichweiher ebenso Teich- und Bergmolch vor. Nachdem alle Teilnehmer mit Warnwesten ausgestattet wurden, ging es in drei Gruppen unter der Leitung von erfahrenen Mitgliedern der Ortsgruppe zur Suche entlang der Verbindungsstraße Waldberg-Klimmach.

Zum Schutz der Sammler und Amphibien wurde neben der Fahrbahn ein Graben mittels versenkter Leitplanken angelegt. Um die Sammlung zu vereinfachen, wurden etwa alle 50 bis 100 Meter Mörteleimer eingegraben, in die die bei Nacht wandernden Kröten und Frösche hineinfallen und unter Laub Schutz finden können.

Einige Kinder, die bis dahin noch keine Erdkröten oder die kleinen zierlichen Molche gesehen hatten, verloren sehr schnell ihre Scheu und sammelten die Tiere fleißig aus den eingegrabenen Eimern. Nach fast zwei Stunden trafen sich alle Gruppen mit prall gefüllten Transporteimern, um die Tiere direkt ans Ziel ihrer Wanderung, dem Teich, zu bringen und ins Wasser zu setzen. An der etwa drei Kilometer langen Strecke wurden an diesem Morgen 971 Erdkröten, drei Grasfrösche sowie 15 Bergmolche und 19 Teichmolche sicher an ihr Laichgewässer gebracht. Die Kinder waren ebenso wie die Erwachsenen stolz darauf, einen Beitrag zur Erhaltung der ältesten Lebensarten der Erde geleistet zu haben. Da die Wanderungen der Kröten noch etwa ein bis zwei Wochen dauern, appelliert der Bund Naturschutz an alle Autofahrer, auf den gekennzeichneten Straßenabschnitten zur Sicherheit der Sammler und der Amphibien den Fuß vom Gas zu nehmen.

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