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Konzert

17.01.2019

Warum der Schwabmünchner Chor in New York singt

Letzte Probe vor dem Abflug. Der Schwabmünchner Kirchenchor um Chorregent Stefan Wagner übt noch einmal, bevor es am Freitag nach New York geht. Dort singen sie „Stabat Mater“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins in der Carnegie Hall. Dabei sind sie Teil eines großen, multinationalen Chores, der anlässlich des 75. Geburtstags des Komponisten auftritt.
Bild: Christian Kruppe

Plus Der Schwabmünchner Chor ist bei einem Konzert in der Carnegie Hall in New York dabei. Wie es dazu kam und warum der Chorregent den Taktstock zu Hause lässt.

Es war eine unscheinbare Mail, die Schwabmünchens Chorregent Stefan Wagner anfangs gar nicht beachtete. Doch was zuerst unter Spamverdacht stand, war eine tolle Nachricht für den Schwabmünchner Kirchenchor, genauer gesagt, eine Einladung. Am kommenden Montag sind die Schwabmünchner Teil eines großen Chores, der bei einem Konzert in der legendären New Yorker Carnegie Hall ein Konzert zum 75. Geburtstag des Komponisten Karl Jenkins gibt.

„Wir sind da Teil der Aufführung von ,Stabat Mater‘. Das haben wir 2017 in der Michaelskirche gesungen“, erzählt Wagner. Da die Noten zu diesem Stück geliehen wurden, wussten die Konzertveranstalter, dass die Schwabmünchner dies gesungen haben. „Sie haben einen Mitschnitt gehört und waren überzeugt“, so Wagner weiter.

Nachdem sich Wagners Überraschung gelegt hatte, setzte er seine Musiker in Kenntnis. Auch bei denen war die Überraschung groß. Und der Wille mitzumachen. Rund 40 Chormitglieder steigen in den Flieger und werden Teil eines großen Chores in Übersee. Denn die Schwabmünchner singen nicht allein. „Stabat Mater wird von einem großen, internationalen Chor gesungen. Da sind wir ein Teil des Ganzen. Wir stehen nicht zusammen, sondern werden nach Stimmlage und Körpergröße sortiert“, so Wagner. Dafür legt der Dirigent seinen Taktstock aus der Hand und singt selbst mit. „Das wird spannend“, freut er sich.

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Professionelles Orchester als Begleitung

Begleitet wird die Aufführung von einem professionellen Orchester. Auch der Rest rund um das Konzert mutet professionell an. Vor dem Auftritt gibt es zwei halbe Tage zum Proben und eine große Generalprobe. Und auch beim Auftritt selbst wird auf alles geachtet. So- gar ein Dresscode ist vorgegeben. „Das ist in England und Amerika bei vielen Chören üblich“, weiß Wagner.

Der Konzertsaal der Carnegie Hall fasst 2800 Besucher. „Wir wissen nicht, ob das Konzert ausverkauft ist“, erklärt Schwabmünchens Chorregent, der sich auf den wohl berühmtesten Konzertsaal der Welt freut. Noch mehr freut sich Stefan Wagner aber für seine Chormitglieder. „Es ist beeindruckend, was in Schwabmünchen mit Laien möglich ist“, lobt er seine Sänger. 

„Wir freuen uns, dass diese talentierte Gruppe aus Schwabmünchen zu uns kommt. Das Ensemble musste ein intensives Auditionsverfahren durchlaufen und wurde von Mitgliedern unseres künstlerischen Vorstands ausgewählt“, berichtet Malcolm Moon von der Marketingabteilung des Veranstalters DCINY per E-Mail aus den USA.

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