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Königsbrunn

05.01.2020

Was passiert nach dem Wettbewerb auf dem Thermenareal?

So sieht der siegreiche Entwurf der Stuttgarter Planer des Büros Steimle Architekten aus. Die Preisrichter haben der Stadt empfohlen, dieses Konzept umzusetzen. Ob es so kommt, werden die Gespräche der kommenden Monate zeigen. Auch die zweit- und drittplatzierten Planungsbüros haben die Chance, dass ihre Vision vom Königsbrunner Forum umgesetzt wird. Den Ausschlag geben verschiedene Faktoren – nicht nur der Preis.
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So sieht der siegreiche Entwurf der Stuttgarter Planer des Büros Steimle Architekten aus. Die Preisrichter haben der Stadt empfohlen, dieses Konzept umzusetzen. Ob es so kommt, werden die Gespräche der kommenden Monate zeigen. Auch die zweit- und drittplatzierten Planungsbüros haben die Chance, dass ihre Vision vom Königsbrunner Forum umgesetzt wird. Den Ausschlag geben verschiedene Faktoren – nicht nur der Preis.
Bild: Steimle Architekten

Die Verhandlungen mit den Architekten laufen im neuen Jahr an. Der neue Stadtrat bekommt viele Optionen für den nächsten Schritt an die Hand. Welche das sind.

Die Pläne für das neue Forum sind eingereicht, die Preisträger des Architektenwettbewerbs für die Neugestaltung des Areals der ehemaligen Königstherme sind ausgezeichnet. Nun geht es für die Stadtoberen daran, die ersten Schritte hin zu einer Umsetzung der Pläne zu gehen. Wie diese Schritte aussehen, was das Forum für die Zukunft der Eisarena bedeutet und welche Optionen der Stadtrat in den nächsten Monaten hat.

Wichtig war allen Beteiligten bei der Stadt, dass der Forumsbau schrittweise abgearbeitet werden kann. Denn die Stadt kann es sich schlicht nicht leisten, das komplette Projekt auf einmal zu stemmen. „Es gab auch einige schöne Entwürfe, die diese Grundvoraussetzung aber nicht erfüllt haben“, sagt Bürgermeister Franz Feigl. Die Preisträger des Realisierungswettbewerbs haben allesamt Planungen eingereicht, bei denen Schritt für Schritt gebaut werden kann.

Einer der drei Preisträger darf seine Vision umsetzen

Als nächstes werden mit allen Preisträgern Gespräche geführt. Einer der drei preisgekrönten Architekten und Landschaftsplaner aus dem Realisierungswettbewerb soll beim Bau zum Zug kommen. Im neuen Jahr sollen die ersten Gesprächstermine vereinbart werden, spätestens im Sommer soll ein Planer feststehen.

Der neue Stadtrat muss nach der Kommunalwahl festlegen, welcher Teil des Projektes als erstes angegangenen werden soll. Neben einem Bau eines Teils des tatsächlichen Forumsgebäudes kämen auch der Umbau der Eishalle oder die Gestaltung des Umfeldes infrage, sagt der Bürgermeister: „Wenn man die zukünftig notwendigen Zufahrten berücksichtigt, wäre es zum Beispiel denkbar, die stehen gebliebenen Räume der Therme abzureißen und den Bereich bis zur Königsallee landschaftlich neu zu gestalten.“ Dann würde zumindest der Wildwuchs auf dem ehemaligen Thermengelände verschwinden.

Der Brandschutz der Eisarena Königsbrunn muss erneuert werden

Die Eisarena selbst braucht in absehbarer Zeit eine Erneuerung. Die Halle entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzvorschriften. Die Bausubstanz sei grundsätzlich aber völlig in Ordnung, sagt der Bürgermeister. Daher habe man auch eine großzügige Übergangsfrist für die Erneuerung des Brandschutzes erhalten. Realistisch sei aber, dass in spätestens acht Jahren die Erneuerung abgeschlossen sein muss. Im Zuge der Diskussion zur Umgestaltung des ehemaligen Thermengeländes habe man mit beschlossen, dass die Eishalle bestehen bleibt. Daher gehörten die Vorschläge zur Erneuerung des Hauses auch mit zu den Vorgaben des Architektenwettbewerbs, sagt Feigl: „Aber selbstverständlich kann der neue Stadtrat diesen Beschluss auch wieder umwerfen.“

In jedem Fall wird die Vergabe der nächsten Projektabschnitte wieder aufwendig. Wie auch bei der Schulsanierung muss die Umgestaltung wieder europaweit ausgeschrieben werden. Das dauert vergleichsweise lange und ist rechtlich so kompliziert, dass bei den Schulsanierungen ein externer Spezialist beauftragt werden musste. Bei einem nicht perfekt rechtssicheren Verfahren hätten der Stadt Klagen gedroht. Europäische Interessenten habe es bislang kaum gegeben, sagt Franz Feigl: „Beim Architektenwettbewerb gab es Bewerber aus Spanien und dem Baltikum. Bei allen anderen Ausschreibungen gab es kein Angebot, bei dem die Firma weiter weg war als Stuttgart.“

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