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Untermeitingen

15.06.2019

Wird der Untermeitinger Lechpark aufgestockt?

Der Lechpark in Untermeitingen steht momentan leer. Das Raumordnungsverfahren der Regierung von Schwaben schafft jedoch gute Voraussetzungen für eine Revitalisierung.
Bild: Daniel Weber

Der Lechpark in Untermeitingen soll ein zweites Obergeschoß mit fast 1000 Quadratmetern Bürofläche bekommen. Das hätte Auswirkungen auf die Parkplatzsituation.

Wie geht es mit dem Lechpark weiter? Erst seit Kurzem ist das Planfeststellungsverfahren für das Gebäude abgeschlossen. Es soll die Grundlage für eine künftige Nutzung als Einkaufszentrum sein. Nun will der Besitzer auch das Gebäude grundlegend verändern: In einer Bauvoranfrage erkundigte er sich, ob er ein zweites Obergeschoß auf den Lechpark setzen darf.

Dabei soll nicht das ganze Gebäude aufgestockt werden, sondern nur ein Teil. Fast 1000 Quadratmeter Büroflächen will der Bauherr so schaffen. Bürgermeister Simon Schropp hatte gegen das zusätzliche Geschoß keine Einwände: „Der Bebauungsplan erlaubt vier Etagen“, verkündete er. Bauamtsleiterin Elfriede Lösch gab zu bedenken, dass der Bauherr die Aufstockung auch beim Umbau der bestehenden Räumlichkeiten einplanen müsse – zum Beispiel wegen der Treppen in das neue Stockwerk. Bevor die Arbeiten tatsächlich beginnen können, müsse jedoch das Landratsamt grünes Licht geben und das werde wahrscheinlich nicht so bald passieren, sagte Lösch. Die Auslegung des Bebauungsplans für den Lechpark dauere noch an – die Stadt Schwabmünchen bat um eine Fristverlängerung. Das Landratsamt werde ohne diesen neuen Bebauungsplan vermutlich keine Bauanträge bearbeiten.

Schropp ging sogar noch weiter: „Ob das Stockwerk je kommt, ist unklar“, sagte er. Bei einer so gravierenden Änderung am Gebäude müsse zum Beispiel der Brandschutz und dergleichen mehr berücksichtigt werden. Es sei also möglich, dass es auch nach einer Bewilligung bei der Idee bleibt und der Bauherr seinen Plan gar nicht umsetzt.

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Die Aufstockung hat auch Einfluss auf die benötigten Parkplätze am Lechpark

Im Gemeinderat kam auch die Parkplatzsituation am Lechpark zur Sprache: Wenn das zusätzliche Geschoß so kommt wie in der Bauvoranfrage geschildert, schreibt die Stellplatzsatzung 196 Plätze vor. Nach aktuellem Stand fehlen dann neun Parkplätze. Sie könnten jedoch oberirdisch angelegt werden, berichtete Lösch. Schropp erklärte, dass man noch nicht exakt abschätzen könne, wie viele Parkplätze der Lechpark brauchen wird. Das hänge von der Nutzung ab und die sei noch nicht bis ins Detail klar. Laut der Voranfrage sind rund 5240 Quadratmeter Verkaufsflächen, 760 Quadratmeter Dienstleistungsflächen und 860 Quadratmeter Büroflächen im Altbestand vorgesehen. Aber erst wenn der Mietvertrag mit einem Interessenten steht, wird sich zeigen, wie die Nutzung tatsächlich aussieht.

Der Gemeinderat entschied sich mit einer Gegenstimme von Karl Strass (CSU) für die in der Bauvoranfrage geäußerten Pläne.

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