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Armwrestlingund Steinheben

12.03.2020

Mit Kraft und viel Technik

Armwrestling ist nicht nur was für harte Männer, sondern auch für Frauen. Hier kämpfen Susanne Adler und Susanne Schulze (rechts) gegeneinander, genau beobachtet vom Schiedsrichter.
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Armwrestling ist nicht nur was für harte Männer, sondern auch für Frauen. Hier kämpfen Susanne Adler und Susanne Schulze (rechts) gegeneinander, genau beobachtet vom Schiedsrichter.

Publikum und Wettkämpfer sind begeistert, aber zu wenig

„Aller Anfang ist schwer.“ Das war die einhellige Meinung der Organisatoren des 1. Gräbinger Kraftsport-Events. Die Zahl der Teilnehmer war nicht begeisternd, dafür die Stimmung und der Spaß umso mehr.

Armwrestling (wir berichteten) ist ja eine Sportart, die in unserer Gegend nahezu unbekannt ist. Wer glaubt, das ihn Bierzelten öfters gesehene Armdrücken, sei doch das gleiche, der täuscht sich schwer. Armwrestling ist eine Sportart, bei der es natürlich auf Kraft, aber auch sehr stark auf Technik ankommt. Dafür ist viel Sachkenntnis und Training nötig.

Ganz ohne das ging es auch nicht beim 1. Gräbinger Kraftsport-Event ab. Daniel Imminger, zusammen mit seinem Bruder Stefan Hauptinitiator des Nachmittags, erläuterte den Zuschauern und Teilnehmern seine Lieblingssportart, erklärte Regeln, demonstrierte und und und. Zum Aufwärmen erklärte er: „Den ganzen Körper lockern und auf Betriebstemperatur bringen, die Handgelenke nicht dehnen, um Verletzungen zu vermeiden.“

Mit Kraft und viel Technik

Dann ging‘s für die Wettkämpfer, die knapp das Dutzend erreichten, an den Spezial-Armwrestling-Tisch.

Zwei Schiedsrichter achteten ganz genau auf die vorgeschriebene Ausgangsstellung einschließlich Griff, und dann das Kommando: „Ready-Go“. Mit dem Einsatz des ganzen Körpers und verzerrten Gesichtszügen versuchten die Kontrahenten, sich gegenseitig das Handgelenk niederzudrücken.

Das ging manchmal ratzfatz, manchmal dauerte es viele Sekunden, bis endlich einem die Kraft versagte. Begeistert feuerte das Publikum an, das auch nicht ganz so zahlreich wie erhofft kam, und feierte die Sieger jubelnd. Der Spaß stand dabei ganz klar im Vordergrund, bei Wettkämpfern wie beim Publikum. Besonders viel Applaus brandete auf, als sich auch Frauen am Tisch abmühten und ihre Muskeln spielen ließen.

An den gleich daneben aufgebauten Stein wagte sich das weibliche Geschlecht nicht, auch wenn er tatsächlich Damenstein heißt. 125 Kilogramm hat der Granitblock.

Und ohne Einweisung ging es auch an ihm nicht ab: „Nicht anreißen, kontinuierlich ziehen, anschließend nicht runtersausen lassen, sondern langsam absetzen“, betonte Moderator Andreas Jahn. Nicht alle befolgten seine Anweisungen. Das Ergebnis: Einerseits ruckte der Stein nicht einmal in seinen Schienen, hob sich keinen Millimeter, anderseits knallte er, wenn er gehoben war, so manches Mal krachend zu Boden.

Trotzdem: Es wurde ein spannender Wettkampf, in dessen Verlauf das gut halbe Dutzend der Teilnehmer sich gegenseitig hochschaukelte. Mehrmals musste zusätzliches Gewicht aufgelegt werden, bis bei 225 Kilogramm endlich die Entscheidung fiel. Peter Böhm hieß der erstaunte Sieger, der vom Moderator als Naturtalent betitelt wurde.

Dann das Fazit nach der Siegerehrung: „Wir erlebten einen schönen Auftakt für eine eventuelle Tradition des Gräbinger Kraftsport-Events. Mal sehen, wie es weitergeht“, betonte Susanne Adler, die Vorsitzende des TSV Graben, die sich über mehr Teilnehmer gefreut hätte.

Und Daniel Imminger fügte hinzu: „Das war ein guter Anfang, wenn auch nicht ganz mit dem gewünschten Erfolg. Ich denke, viele machten nicht mit, weil sie Angst davor hatten, sich zu blamieren. Wir müssen sehen, wie wir die nächste Armwrestling-Veranstaltung aufziehen. Eventuell führen wir mal eine Meisterschaft in Graben durch. Die lockt dann sicherlich massenhaft Zuschauer an.“ Ob er dann selbst daran teilnimmt? „Mal sehen.“

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