Leichtathletik

20.02.2019

Viel Lob für die LG Wehringen

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Ein Sturz kann einen echten Crossläufer nicht aufhalten.

Bei den schwäbischen Meisterschaften im Crosslauf siegen die Favoriten

Nachdem im letzten Jahr auf Schnee gelaufen wurde, meinte es der Wettergott diesmal sehr gut mit den schwäbischen Wald- und Crosslauf-Meisterschaften in Straßberg.

Auf bestens vorbereiteten Strecken im Wald nahe dem Fußballplatz hatten die Läufer kaum Probleme und lobten durchweg den Veranstalter: Die LG Wehringen, allen voran Vorstand Anton Deuringer, die wieder einen hervorragenden Wettbewerb organisiert hatten.

Nach den Junioren-Läufen am Vormittag starteten um 13 Uhr die Hauptläufe. Los ging es mit der Mittelstrecke der Herren. Auf den 2,9 Kilometern siegte souverän der Zweite des Vorjahres, Yossif Tekle von der Laufgemeinschaft Reischenau-Zusamtal. Auf der zweimal zu laufenden Runde ließ er seinen Konkurrenten keine Chance und siegte erwartungsgemäß mit großem Vorsprung. Bei den Damen fiel das Ergebnis ähnlich deutlich aus. Hier gewann, ebenfalls unangefochten, die Topläuferin der LG Zusamtal, Christina Kratzer. „Bei diesem Wetter macht es einfach Spaß zu laufen. Auf Spikes konnte man gut verzichten. Der weiche Boden und der Schlamm, das macht einem Crossläufer nichts aus“, erklärte eine zufriedene Athletin nach ihrem Sieg.

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Pünktlich um 14 Uhr startete dann der Hauptlauf des Tages: Die acht Kilometer der Herren. 50 Teilnehmer gingen an den Start. Und es wurde vor allem im ersten Drittel des Rennens hart gekämpft. Auch einen Sturz gab es kurz nach dem Wassergraben. Aber alles ging glimpflich aus, niemand wurde verletzt. Je länger das Rennen dauerte, umso deutlicher konnte sich der haushohe Favorit, Edwin Singer von der LG Allgäu, vom Feld absetzen. So lief er am Ende einem deutlichen Start-Ziel-Sieg entgegen. Der zweifache bayerische Meister im Crosslauf nahm diese schwäbischen Meisterschaften als Generalprobe für die bayerischen Meisterschaften, die nächste Woche in der Nähe von Bamberg stattfinden. Dort will er seinen Titel verteidigen, bevor es zu den deutschen Meisterschaften nach Ingolstadt geht. „Bei den deutschen Meisterschaften muss man taktisch laufen, ohne Strategie kann man da nicht gewinnen. Heute hatte ich Glück, dass Yossif Tekle nur die Kurzstrecke gelaufen ist. Dadurch war die Konkurrenz überschaubar“, so der Gewinner der schwäbischen Meisterschaft.

Bei den Juniorinnen U18 siegte wie im Vorjahr Celine Spulak vom Kissinger SC. Die Spezialdisziplin der FOS-Schülerin sind eigentlich die 800 Meter mit Bestzeit 2:23:49 Minuten. Bereits im Vorjahr wurde sie auf gleicher Strecke schwäbische Meisterin, ebenso über die 800 Meter.

Sieger bei den Junioren U18 wurde Ahmed Taman. Der Asylbewerber aus Somalila lief in den vergangenen Wochen bei Hallenwettbewerben 800 Meter, 1500 Meter und 3000 Meter. Obwohl er erst seit kurzer Zeit aktiver Läufer ist, hält Traier Heinz Schrall große Stücke auf ihn. Deshalb wird auch er am im März in Ingolstadt bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften an den Start gehen.

Eine schwäbische Meisterin kommt aus dem Landkreis. Anke Liebhart aus Großaitingen wurde beim Wettbewerb der Frauen Meisterin in der Klasse W60. Der Sieg setzte zusätzliche Kräfte frei. So hat sie spontan beschlossen, auch bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften in Ingolstadt zu starten.

Den Wettbewerb der Männer ab 70 gewann ein „alter“ Bekannter. Peter Speer konnte zum wiederholten Mal einen schwäbischen Meistertitel erkämpfen.

Auch die Läufer aus dem Landkreis konnten gute Plätze belegen. So kamen jeweils auf den zweiten Platz in ihrer Altersklasse: Anna Deuringer, Emma Ziegler und Leopold Hafner. Den dritten Rang erreichten: Franziska Still, Sebastian Öschay und Collien König (alle von der LG Wehringen). Jonathan Krohns vom SV Untermeitingen freute sich über seinen zweiten Platz.

Dieter Claus, Bezirksvorsitzender für Schwaben im Leichtathletikverband, freute sich über eine gelungene Veranstaltung. Mit 220 gemeldeten Teilnehmern seien seine Erwartungen übertroffen worden. Er lobte auch ausdrücklich den Veranstalter, die LG Wehringen. „Denn am Anfang sah das Wetter nicht so gut aus. Niemand will Kinder über Eisplatten rennen lassen“, erklärte er. Aber da mit viel Einsatz und jeder Menge Handarbeit die Strecke sehr gut präpariert worden war, konnte die Veranstaltung ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gehen, lobte Claus.

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