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18.000 Schnelltests: Die Blase der Ski-WM 2021 hat dicht gehalten

Kommentar Von Andreas Kornes
19.02.2021

Dank eines enormen Aufwands schaffen es die Organisatoren, dem Virus Herr zu werden. Die Ski-WM war aber auch von einer anderen Stimmung geprägt.

Die alpine Ski-WM in Cortina d’Ampezzo war ein Erfolg. Das Hygiene-Konzept hat, sollte im Endspurt nichts Gravierendes mehr passieren, dicht gehalten. Von den bisher rund 18000 Schnelltests waren dem Vernehmen nach weniger als zehn positiv. Dabei soll es sich um italienische Helfer gehandelt haben. Wer akkreditiert war, musste alle drei Tage zum Schnelltest.

Stäbchen in die Nase und fertig. 20 Minuten später gab es das Ergebnis per SMS aufs Handy. Kein besonders angenehmes Prozedere, aber perfekt organisiert – und es hat als wichtigstes Instrument gegen die Ausbreitung des Virus seinen Zweck erfüllt. Die insgesamt vier Blasen haben dicht gehalten.

Das ist auch ein ermutigendes Signal für die anstehende nordische Ski-WM in Oberstdorf. Es ist möglich, auch in Corona-Zeiten eine sichere Großveranstaltung durchzuführen. Der Aufwand allerdings ist riesig. Rund 90 Millionen Euro ließen sich die Italiener die WM kosten. Zuschüsse gab es aus der Staatskasse genauso wie vom Weltverband Fis. Wie viel davon in die Sicherheitsmaßnahmen floss, ist nicht bekannt. Der Anteil dürfte aber nicht unerheblich gewesen sein.

Ohne Zuschauer kam in dem mondänen Städtchen, spektakulär gelegen zwischen dem Monte Cristallo und dem Dreigestirn der Tofana, kaum WM-Stimmung auf. Die Athleten schotteten sich ab. All die rauschenden Abende, legendär vor allem die in der Dependance der Österreicher, fielen aus.

Keine Medaillengewinner, die mit nacktem Oberkörper auf den Tischen tanzen. Stattdessen: Ausgangssperre. Puristen könnten argumentieren, der Sport werde dadurch wieder auf das Wesentliche reduziert.

Eine alpine Ski-WM lebt aber auch vom Glimmer drum herum. Immerhin scheinen Ruhe und Abgeschiedenheit die deutschen Fahrer beflügelt zu haben. Sie lieferten ein Top-Ergebnis nach dem anderen. Bis zum Freitag hatte das DSV-Team schon vier Medaillen gesammelt. Auch deshalb war die alpine Ski-WM in Cortina d’Ampezzo ein Erfolg.

Und statt des roten Eichhörnchens, das als Maskottchen herhalten musste, wird von ihr vor allem das Bild der allgegenwärtigen FFP2-Maske in Erinnerung bleiben.

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