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Nationalelf

07.06.2019

Cool in Weißrussland

Marcus Sorg

Löws Vertreter Sorg will in der EM-Quali den „Schweinehund besiegen“

Nach dem ungewohnten Trainingstest vor 20000 Fans formulierte der amtierende Chef Marcus Sorg den Auftrag für Weißrussland. „Wir kommen aus der Pause, brauchen den Rhythmus. Dazu gehört auch mal, dass man seinen inneren Schweinehund überwindet“, sagte der Vertreter des fehlenden Bundestrainers Joachim Löw mit Blick auf das EM-Qualifikationsspiel am Samstag (20.45 Uhr/RTL) in Borissow. Am Freitagnachmittag fliegt der DFB-Tross von Düsseldorf nach Minsk. Erst am Spieltag geht es mit dem Bus in den Spielort.

Noch steckt der Umbruch bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem blamablen Jahr 2018 in der Anfangsphase. Alle wissen um die lauernden Gefahren. „Wir fangen gerade an, eine neue Mannschaft aufzubauen“, sagte Mittelfeldspieler Julian Draxler am Donnerstag im Trainingslager in Venlo.

Nach Weißrussland und der folgenden Partie am Dienstag in Mainz gegen Estland soll Löw, der nach einem Sportunfall erstmals in seiner Ära als Bundestrainer nur am TV zuschauen kann, wieder übernehmen. Das Trainingsspiel beim stimmungsvollen Fan-Fest in Aachen hat Sorg und Löw zumindest einige Erkenntnisse für Weißrussland geliefert, auch wenn das Match „Grün“ gegen „Weiß“ nur über zweimal 20 Minuten lief. Immerhin 21 Tage haben einige Akteure keinen Wettkampf mehr erlebt. Die 22 Auserwählten des Bundestrainers, die von Sorg noch bis Freitag in Holland einen weiteren Schliff erhalten sollen, zeigten sich in Aachen in unterschiedlicher Verfassung. Kapitän Manuel Neuer setzte in dem kurzen Übungsspiel das fort, was er schon beim gewonnenen DFB-Pokalfinale mit dem FC Bayern demonstriert hatte: Der 33 Jahre alte Keeper ist wieder in Top-Form, parierte mehrfach prächtig. Auch dem Dortmunder Reus, Manchester-City-Profi Ilkay Gündogan und BVB-Neuzugang Nico Schulz war eine Pause nicht mehr anzumerken.

Cool in Weißrussland

Reus schoss zwei Tore und zeigte deutlich: Diesmal will er in der Startelf ran. „Es gehört Spielfreude dazu“, sagte der 30-Jährige, was auch für die Aufgabe beim 81. der Weltrangliste Weißrussland gelten werde. Der Außenseiter hat in der EM-Ausscheidung schon zweimal verloren, während Deutschland beim Top-Kontrahenten Niederlande mit 3:2 gewinnen konnte.

Ilkay Gündogan von Englands Meister City wird gegen die Weißrussen im zentralen Mittelfeld wohl die Rolle des fehlenden Cheforganisators Toni Kroos einnehmen. Der Ex-Weltmeister von Real Madrid soll nach einigen Blessuren schon jetzt regenerieren für die EM-Saison. (dpa)

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