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Handball-EM 2020

13.01.2020

Deutschland zieht bei Handball-EM in die Hauptrunde ein

Deutschlands Julius Kühn traf beim 28:27-Sieg gegen Lettland achtmal und war damit bester Werfer der deutschen Mannschaft.
Bild: Robert Michael, dpa

Durch einen 28:27-Sieg gegen Lettland hat die deutsche Nationalmannschaft bei der Handball-EM 2020 die Hauptrunde erreicht. Bester Werfer war Julius Kühn.

Hauptrunde erreicht, aber kaum Hoffnungen auf das Halbfinale geweckt: Deutschlands Handballer haben mit einem glanzlosen 28:27 (16:11)-Zittersieg im Gruppenfinale gegen Lettland das drohende Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft nur mit Mühe abgewendet. Lediglich der gut aufgelegte Julius Kühn wusste am Montag vor 3540 Zuschauern in Trondheim mit acht Toren zu überzeugen.

Nach der 26:33-Pleite gegen Titelverteidiger Spanien geht das Team von Bundestrainer Christian Prokop dennoch mit 0:2 Punkten in die Hauptrunde, wo es zum Auftakt am Donnerstag in Wien zum Duell mit Weißrussland kommt. Zwei Tage später steht gegen Kroatien das nächste Schlüsselspiel im Kampf um den Einzug ins Halbfinale an. Die anderen beiden Hauptrundengegner werden erst am Dienstag ermittelt.

Handball-EM 2020: Lettland geht sogar in Führung

Erstmals im Turnierverlauf begann Deutschland im Tor mit Johannes Bitter. Der 37-jährige Oldie im DHB-Team, der schon 2007 beim WM-Triumph dabei war, war zunächst aber kein Faktor. Die Letten, die zuvor jeweils deutlich gegen Spanien und die Niederlande verloren hatten, hielten in der Anfangsphase gut mit und lagen nach zwölf Minuten sogar mit 6:5 in Führung.

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Die deutsche Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Bitter parierte beim Stand von 6:6 einen Siebenmeter, was ihm und der Mannschaft etwas mehr Sicherheit gab. Beim 9:6 (18.) hatte sich die Prokop-Truppe erstmals etwas abgesetzt, sechs Minuten vor der Pause war der Vorsprung beim 13:8 auf fünf Treffer angewachsen. Vor allem Kühn traf aus der zweiten Reihe wie er wollte und unterstrich seinen Wert für die Mannschaft. 

In doppelter Unterzahl wird es am Ende für die deutsche Nationalmannschaft noch knapp

"Wir haben im Angriff viele gute Lösungen gefunden, und hinten hat Jogi Bitter ein paar gute Bälle gehalten", lobte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeit. So ging es zunächst weiter. Beim 24:17 (43.) schien die Partie bereits entschieden, doch dann leistete sich der WM-Vierte wie schon in den Spielen zuvor etliche leichte Fehler im Angriff. Zudem stand die Deckung nicht mehr stabil, was die Letten zehn Minuten vor Schluss beim 25:22 auf drei Tore herankommen ließ. 

Prokop reagierte mit einer Auszeit und schwor seine Schützlinge noch einmal für den Schlussspurt ein. Zudem rückte Andreas Wolff für Bitter, der in dieser Phase kaum noch einen Ball zu fassen bekam, zwischen die Pfosten. 

Sechs Minuten vor dem Ende wurde es in doppelter Unterzahl richtig brenzlig. Der Außenseiter nutzte seine numerische Überlegenheit und verkürzte auf zwei Tore. 40 Sekunden vor Schluss drohte das völlig aus dem Tritt geratene DHB-Team das Spiel beim 28:27 sogar aus der Hand zu geben, doch die Prokop-Truppe brachte den knappen Vorsprung ins Ziel. (dpa)

Bundestrainer Christian Prokop hofft auf eine EM-Medaille mit dem DHB-Team.
18 Bilder
Das ist der deutsche Kader für die Handball-EM 2020
Bild: Soeren Stache, dpa

Mehr Informationen zur Handball-EM 2020:

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14.01.2020

Dieser Artikel zeichnet ein viel zu positives Bild.
Pardon - der Gegner hiess Lettland, erstmaliger WM-Teilnehmer mit Spielern z.B. aus der 3. deutschen Liga. Wäre das Spiel noch 5 Minuten weiter gelaufen, hätte die Letten vielleicht auch noch gewonnen. Unser Nationalteam fiel doch in den letzten 8-10 Minuten komplett auseinander. Der Status einer Spitzenmannschaft ist so meilenweit entfernt, was andere (Frankreich) auch erlebten.
In der Öffentlichkeit wurde diese WM und unser Team hochgeschrieben und-geredet; da ging es wohl darum, Werbeminuten in der lukrativen Vorabendzeit nach oben zu treiben. Die sportliche Unterfütterung bleibt bisher und wohl auch weiterhin aus.
Die Mannschaft ist einfach nicht auf der Höhe, der Trainer scheint schwach und der Verband stellt sich abhängig von einer Person dar.
Da werden Erinnerungen an die WM 1982 hier im Lande wach, wo das Team, nur noch mit 3 Weltmeistern besetzt, an den hohen Erwartungen zerbrach.

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14.01.2020

Ich kann den Eindruck weder bestätigen noch revidieren, denn ich verweiger konsequent diese Werbeveranstaltung. Man hat sich ja seit den seligen Zeiten, in denen bei Sportveranstaltungen überhaupt nicht geworben werden durfte (das andere Extrem, das auch nicht unbedingt sein muss) schon an einiges gewöhnt, aber beim Handball ufert das aus. Wie viele Aufnäher haben die auf ihrem Trikot? Selbst die Schiedsrichter sind zugekleistert. Was aber - für uns - ein absolutes Nogo ist, ist der Umstand, dass sich uch noch auf dem Spielfeld Werbung befindet.

Sollte das beim Fußball auch noch Einzug halten (Kunstrasen machte es evtl. möglich) sind wir da auch weg.

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