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Doping

15.01.2018

FIFA befragt Kronzeuge Rodschenkow wegen Dopings im Fußball

Grigori Rodschenkow war ehemals Leiter des Moskauer Doping-Kontroll-Labors. Heute ist er Kronzeuge im Skandal um Doping im russischen Fußball.
Bild: Valeriy Melnikov/RIA Nowosti, dpa (Archiv)

Grigori Rodschenkow soll in seiner Funktion als Leiter des Moskauer Doping-Kontroll-Labors russischen Fußballern zum Doping verholfen haben. Jetzt ist er Kronzeuge der FIFA.

Der Weltverband FIFA hat sich wegen der Dopingvorwürfe gegen den russischen Fußball eigenen Angaben zufolge mit spezifischen Fragen an den Kronzeugen Grigori Rodschenkow gewandt. Die US-Nachrichtenagentur AP zitierte am Montag eine FIFA-Erklärung, wonach die Fragen Rodschenkow über den zuständigen Anwalt der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zugestellt werden sollen. Der ehemalige Leiter des Moskauer Doping-Kontroll-Labors ist in die USA geflohen und hat von systematischen Manipulationen russischer Proben während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi berichtet.

Dopingskandal: Auch russischer Fußball unter Verdacht

Auch der russische Fußball ist unter Verdacht geraten. Im McLaren-Bericht für die WADA waren 34 Tests von russischen Fußballern ausgewiesen worden, die möglicherweise positiv waren oder manipuliert wurden. Medienberichte über Dopinganschuldigungen gegen das eigene WM-Team von 2014 hatte Russland stets zurückgewiesen.

In der jüngsten FIFA-Mitteilung hieß es, nach der ersten Auswertung neuer Daten aus dem Moskauer Labor, die von der WADA zur Verfügung gestellt worden seien, habe die FIFA ihre jetzigen Fragen an den WADA-Anwalt zur Weiterleitung an Rodschenkow gestellt. Der Fußball-Weltverband wehrte sich zuletzt gegen den Vorwurf von Rodschenkows US-Anwalt, die FIFA sei nicht interessiert an dessen Informationen. (dpa)

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