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2. Bundesliga

12.11.2018

Kölle Alaaf

Training mal anders: Die Spieler des 1.FC Köln kamen am Tag nach dem 8:1-Sieg gegen Dresden verkleidet auf das Vereinsgelände.
Bild: Thomas Fähnrich, dpa

Pünktlich zum Start in den Karneval gewinnt der FC mit 8:1. Die Spieler rücken am nächsten Tag verkleidet an

Torwart Timo Horn verteilte Bier, Simon Zoller fuhr als Serienmörder Jigsaw verkleidet auf einem Dreirad herum, und Trainer Markus Anfang gab „Feuer frei“: Nach ihrem höchsten Punktspielsieg seit 13 Jahren haben die Spieler des 1. FC Köln am Sonntag unbeschwert den Start der Karnevalssaison gefeiert. Einen Tag nach dem fulminanten 8:1 gegen Dynamo Dresden kam die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten in bunten Kostümen am Trainingsgelände an. Gestärkt durch Frühstück und Kölsch ging es von da zum feuchtfröhlichen Spektakel in die Innenstadt.

„Wir sind ja Kölner. Und wenn du in Köln den Karneval nicht feierst, hast du was verpasst“, sagte Anfang, der in der Rhein-Metropole geboren ist. „Wir genießen den Tag heute einfach mal“, sagte er, nachdem er tags zuvor auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mit den Worten „Feuer frei“ schon die offizielle Party-Erlaubnis erteilt hatte.

Die Mannschaft hatte sich am Samstag in ihren rot-weiß-gestreiften Karnevalstrikots den Frust der vergangenen Wochen vom Leib geschossen. Nach vier Ligaspielen ohne Sieg „war ordentlich Druck auf dem Kessel“ gewesen, wie Torjäger Simon Terodde einräumte.

Doch gegen Dresden legte der Aufstiegsfavorit einen Blitzstart hin. Schon nach etwas mehr als zwei Minuten köpfte Jhon Córdoba den Ball ins Tor. Zum ersten Mal in dieser Saison hatte der Kolumbianer gemeinsam mit Terodde von Beginn an randürfen: Insgesamt fünf Tore erzielte die Doppelspitze.

Bei den Sachsen dagegen überwog die Fassungslosigkeit. Nicht wenigen Spielern kamen noch auf dem Platz die Tränen. Besonders Torwart Markus Schubert musste getröstet werden. Auch Dynamo-Trainer Maik Walpurgis war geschockt, nahm sein Team aber in Schutz. „Wenn man die halbe Mannschaft wie Schlosshunde heulen sieht, dann weiß ich, dass ich Jungs mit Herz trainiere“, sagte er.

Zum Heulen dürfte es bisweilen auch Ingolstadts Trainer Alexander Nouri zumute sein. Auch im siebten Spiel mit dem FC Ingolstadt glückte ihm nicht der erste Sieg. Der Tabellenletzte musste sich am Sonntag gegen Arminia Bielefeld mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Es war das dritte Unentschieden am Stück. Almog Cohen hatte die Gastgeber vor 7081 Zuschauern in der 55. Minute in Führung gebracht. Fabian Klos köpfte den Ausgleich für Bielefeld (78.), das nach fünf Niederlagen erstmals wieder punktete. Kurz vor Schluss hatte Ingolstadts Joker Darío Lezcano Pech mit einem Pfostenschuss (89.).

Rückschlag statt Relegationsrang hieß es dagegen für die SpVgg Greuther Fürth. Im Verfolgerduell kassierten die Franken eine empfindliche Auswärtspleite und unterlagen dem 1. FC Union Berlin mit 0:4 (0:3). Grund: Die Hauptstädter waren gnadenlos effektiv. Statt auf Platz drei pausiert die SpVgg nur auf Rang sieben.

Mit zwei Doppelpacks durch Joshua Mees (5./10. Minute) und Sebastian Polter (29./56.) entschieden die Unioner das Duell für sich und kletterten auf den Relegationsplatz.

„Wir haben phasenweise gut gespielt und hatten gute Torchancen“, sagte Tobias Mohr und verwies auf die unglücklichen Gegentore. Sportdirektor Rachid Azzouzi hielt sich weniger zurück. „Das erste Tor war klar Abseits. Ich weiß nicht, warum der Linienrichter das nicht sieht. Das ist für mich eine absolute Frechheit.“ (dpa)

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