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Motorsport, DTM
14.10.2018

Rene Rast gewinnt sechs Mal, aber es reicht nicht

Rene Rast aus Minden gewann sechs Mal in Folge und wurde Vizemeister.
Foto: Ralf Lienert

Der Audi-Fahrer schreibt DTM-Geschichte, doch der Meistertitel geht an Gary Paffett. Mercedes verabschiedet sich mit gleich drei Pokalen aus der Rennserie

Mit einem Herzschlagfinale endete das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Hockenheimring. Im letzten von 20 Rennen siegte Rene Rast (Audi) vor Marco Wittmann (BMW) und Gary Paffett (Mercedes). Neuer Champion ist der Brite Gary Paffett, der sich mit Mercedes von der DTM-Bühne verabschiedete. Für den 37-jährigen Familienvater ist es der zweite Titel nach 2005. Vorjahres-Champion Rene Rast wurde mit vier Punkten Rückstand Vizemeister vor Paul di Resta (Mercedes) und schaffte am Sonntag etwas Einmaliges, er gewann als erster DTM-Pilot überhaupt sechs Rennen hintereinander.

Paffett wird gemeinsam mit Mercedes in der kommenden Saison in der Elektrorennserie Formel-E an den Start gehen. Umso größer war die Freude bei den Stuttgarter Autobauern, dass man sich mit drei Titeln verabschieden konnte, in den Wertungen für Fahrer, Hersteller und Teams.

Der große Verlierer des Wochenendes heißt Paul di Resta

„Wir haben es geschafft!“, jubelte Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz über den Gewinn des Triples. „Glückwunsch an Gary zu seinem zweiten DTM-Titel nach 2005. Es war ein unglaublicher Kampf am Ende mit einem denkbar engen Ausgang. Unseren größten Respekt für die Leistung von Rene Rast und Audi in den letzten Rennen. In unserem letzten Jahr in der DTM das Triple nach Stuttgart zu holen, ist sensationell.“ Der große Verlierer des Wochenendes heißt Paul di Resta im Mercedes. Er kam als Führender der Meisterschaft nach Hockenheim und ging nach zwei verkorksten Rennen als Dritter nach Hause. Das finale Rennen schloss er mit einem enttäuschenden 14. Rang ein.

Sechs Siege in Folge schaffte bislang noch nie ein Fahrer

Seit 1984 wird die Tourenwagenserie ausgetragen, doch sechs Siege in Folge schaffte noch nie ein Fahrer. Damit setzte Rast ein zweites Ausrufezeichen. Der 31-Jährige aus Minden war erst vor einem Jahr in die DTM eingestiegen und hatte auf Anhieb mit dem Team Rosberg die Meisterschaft für sich entschieden. Jetzt hat er zehn Siege auf dem Konto, davon sechs in Folge. „Im Moment bin ich ein bisschen enttäuscht, weil wir die Meisterschaft nur mit knappen Punkten verloren haben“, sagte Rast im Ziel. „Man denkt natürlich zurück: Hätte, hätte, Fahrradkette. Aber das zählt im Motorsport nicht. Ich glaube, wir hatten zum Schluss einen unglaublichen Lauf mit sechs Siegen in Folge. Da hatten viele Leute einen Anteil dran, vielen Dank an alle. Jetzt habe ich natürlich ganz, ganz viel Lust auf nächstes Jahr.“ BMW verabschiedete sich im Finale mit einem zweiten Platz durch Marco Wittmann von den zahlreich angereisten Fans. In der Gesamtwertung liegt Wittmann als Sieger von Hungaro- und Norisring-Rennen auf Platz vier vor seinem Markenkollegen Timo Glock. Eine durchwachsene Saison für die Münchener Autobauer.

Nach dem Ausstieg von Mercedes aus der DTM kommt Aston Martin ins Rennen. 2019 startet eine Frauen-Serie im DTM-Rahmenprogramm. Ab 2020 soll die Serie nach dem Willen von DTM-Boss Gerhard Berger einen neuen Namen erhalten, der aber noch nicht feststeht.

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