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Ski alpin

29.12.2018

Rebensburg rast noch aufs Podest

Mit einem fulminanten zweiten Durchgang katapultierte sich Viktoria Rebensburg vom zehnten noch auf den zweiten Platz im Riesenslalom von Semmering.
Bild: Witters

Nach verpatztem ersten Durchgang wird die 29-Jährige noch Zweite. Josef Ferstl unterstreicht in Bormio seine aufsteigende Form. Ein schwerer Sturz überschattet das Rennen

Ohne Gnade und einem Strahlen im Gesicht duschte Viktoria Rebensburg nach ihrem unerwarteten zweiten Platz Siegerin Petra Vlhova mit Schampus und forderte alle ihre Betreuer auf, einen Schluck aus der großen Flasche zu trinken. „Echt cool“, sagte Deutschlands beste Skirennfahrerin nach dem guten Jahresabschluss am Zauberberg in Semmering und einer spontanen Feier, die sicher wilder war als alle ihre Pläne für Silvester: „Für mich ist wichtig, die Tage daheim genießen zu können, runter zu kommen und die Akkus wieder aufzuladen“, sagte Rebensburg nach der Aufholjagd von Platz zehn auf zwei im Finale und einem gelungenen persönlichen Jahresabschluss.

Am Tegernsee will sie ein paar Tage abschalten und Kraft tanken. Zum ganz großen Coup fehlten der 29-Jährigen am Ende 0,45 Sekunden, die die Slowakin Vhlova beim ersten Riesenslalom-Sieg ihrer Weltcup-Laufbahn schneller war. Platz drei ging an die französische Weltmeisterin Tessa Worley mit 0,60 Sekunden Rückstand.

Mikaela Shiffrin aus den USA verschenkte ihre Führung im Finale und rutschte zurück auf den fünften Platz. Sie kann im Slalom am Samstag (10.30/13.30 Uhr) dennoch einen weiteren Rekord aufstellen und den 15. Weltcup-Sieg in einem Kalenderjahr verbuchen.

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Bei den Männern hat sich Josef Ferstl auf der knüppelharten Abfahrt von Bormio Selbstvertrauen für die wichtigste Phase der alpinen Ski-Saison geholt. Der Rennfahrer aus Oberbayern wurde am Freitag Elfter und bestätigte seinen Aufwärtstrend im WM-Winter. „Sehr gut, ich bin sehr zufrieden“, sagte der 29-Jährige. Ferstl hatte 1,63 Sekunden Rückstand auf Dominik Paris, der vor seinem Südtiroler Teamkollegen Christof Innerhofer (+0,36 Sekunden) einen Heimsieg feierte. Dritter wurde Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz (+0,52).

Neben Ferstl, der in den jüngsten beiden Abfahrten die Plätze 13 (Beaver Creek) und 12 (Gröden) eingefahren hatte, schafften es auch Dominik Schwaiger als 19. (+2,17) und Manuel Schmid als 21. (+2,20) in die Punkteränge.

Die Schussfahrt auf der berüchtigten Stelvio-Piste mit extrem glatten Passagen erforderte viel Mut und eine starke Kondition. „Es ist so kräfteraubend“, sagte Paris, der schon zum dritten Mal in Bormio gewann. „Da muss man die Zähne zusammenbeißen und durch.“

„Man kann sich nie ausruhen“, berichtete Ferstl. „An der Spitze ist alles so eng, das sind alles so tolle Skifahrer. Ich bin stolz, da mitfahren zu können“, sagte er. „Ein kleiner Fehler kann gleich eine Verletzung oder das Aus sein. Man bewegt sich immer am Limit.“

Das bekam der Slowene Klemen Kosi zu spüren, der schwer stürzte und mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen wurde. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie der 27-Jährige nach dem ersten Aufprall in den Fangzaun ohne Körperspannung war. Der slowenische Skiverband gab bekannt, dass Kosi in das Krankenhaus von Sondrio gebracht wurde und bei Bewusstsein sei.

Klemen Kosi könne Arme und Beine bewegen sowie mit den Ärzten reden. Er habe Schmerzen im Nackenbereich und Hautabschürfungen im Gesicht. Ob noch andere Verletzungen vorliegen, müssten weitere Untersuchungen zeigen. Erst in Gröden war Marc Gisin aus der Schweiz schwer gestürzt und hatte sich mehrere Rippenverletzungen und eine Lungenverletzung zugezogen. (dpa)

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