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American Football

01.02.2018

Zehn Gründe, warum der Super Bowl so spannend ist

Eine Szene aus dem Super Bowl 2016: Carolinas Angreifer Jonathan Stewart (Nummer 28) springt über die Verteidiger der Denver Broncos in die Endzone. Denver gewann mit 24:10.
Bild: Witters

Seit Jahren ist American Football in Deutschland auf dem Vormarsch. Am Wochenende steht das Meisterschaftsfinale der National Football League (NFL) an.

Es ist brutal, die Regeln sind kompliziert und ein Spiel dauert aufgrund der vielen Unterbrechungen viel zu lange. Das waren drei oft genannte Gründe, warum sich American Football in Deutschland nicht etablieren konnte. Diese Ansichten haben sich inzwischen verschoben. Um Football ist ein regelrechter Hype entstanden.  Der 52. Super Bowl findet in der Nacht zum 5. Februar ab 00.30 Uhr deutscher Zeit in Minneapolis statt. Die New England Patriots treffen auf die Philadelphia Eagles. Die Partie wird live im TV und im Live-Stream übertragen.

1. Historie

Obwohl die Geschichte der National Football League (NFL) bis zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts zurückreicht, sind es vor allem die Stars aus den 70ern, 80ern und 90ern wie Quarterback Joe Montana oder Runningback Walter Payton sowie berühmte Teams aus diesen Dekaden wie die Pittsburgh Steelers, die den Legendenstoff gesponnen haben.

2. Attraktivität für das Fernsehen

„Die angreifende Mannschaft hat vier Versuche, um zehn Yards auf dem Feld zu überbrücken. Das passt perfekt in den Fernsehbildschirm“, beschreibt Michele Tafoya, warum Football im Fernsehen so gut zu verfolgen ist. Die 53-Jährige wird am Sonntag für den amerikanischen Sender NBC als Reporterin aktiv sein.

3. Emotionen

Packende Schlussphasen wie im Conference-Halbfinale zwischen den Minnesota Vikings und den New Orleans Saints vor drei Wochen, als die Vikings mit dem letzten Spielzug und auslaufender Uhr doch noch zum Sieg kamen, begeistern im Stadion und vor dem Fernseher gleichermaßen.

4. Gladiatorenkampf

Elegant oder explosiv über das Feld laufende Runningbacks, spektakuläre Pässe von Quarterbacks oder der Kampf zwischen Offensive und Defensive Line mit 140-Kilogramm-Kolossen - Football erinnert an Gladiatorenkämpfe. „Es vereint Schönheit und Brutalität. Das gefällt den Leuten einfach“, sagt Michele Tafoya.

5. Stadionerlebnis

Zu einem guten Football-Sonntag in den USA gehört für viele Stadionbesucher vor dem Spielbeginn auf dem Parkplatz ein Barbecue abzuhalten. Beim „Tailgaiting“ wird gegrillt, Bier getrunken und über Football geredet. Oftmals sind die Fans bereits drei Stunden vor dem Spiel vor Ort.

6. Spiele in Europa

2007 begann die NFL damit, reguläre Saisonspiele in London auszutragen. Aus einem Versuch wurde eine Erfolgsgeschichte. 2017 fanden erstmals vier Begegnungen in England statt. Die Orientierung in Richtung Europa hat der Liga nicht nur ordentliche Einnahmen, sondern auch zehntausende neue Fans außerhalb Nordamerikas beschert.

PATRIOTS: Die Experten sind sich einig: Spätestens seit seinem 5. Super Bowl Triumph im vergangenen Jahr ist Tom Brady einer der besten Footballspieler aller Zeiten.
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Super Bowl: Das sind die Stars
Bild: David J. Phillip, dpa

7. Quarterbacks

Tom Brady, Drew Brees oder Aaron Rodgers - Quarterbacks sind die „Dirigenten des Angriffs“, Stars der Teams und Vorbilder für die Jugend. Keiner anderen Position in einer Sportart wird derart viel Bedeutung zugeschrieben. Schon in der High School und auf dem College sind die Spielmacher Stars.

8. Komplexität der Regeln?

Football zu verstehen ist nicht einfach. Es gibt unzählige Regeln, doch letztlich sind nur ein paar von ihnen entscheidend, um dem Spiel folgen zu können.

9. TV-Präsenz in Deutschland

Seit einigen Jahren zeigt die Pro Sieben/Sat.1-Gruppe sonntags Livespiele der NFL mit deutschem Kommentar. Christoph „Icke“ Dommisch und Experte Patrick Esume haben sich zu echten Kultfiguren entwickelt. „Manchmal kann ich immer noch nicht glauben, wer alles inzwischen Football schaut“, sagt Esume verwundert.

10. Spielplan

Die Saison läuft von September bis zum ersten Februar-Sonntag. Jedes der 16 regulären Saisonspiele ist von großer Bedeutung. Und in den Play-offs gibt es keine Serien. Nur wer im Januar ungeschlagen bleibt, erreicht den Super Bowl.

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