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Augsburger Panther

23.11.2018

Nach Rückstand: Augsburger Panther jubeln am Ende gegen Nürnberg

Patrick McNeill (Mitte) brachte seine Mannschaft mit dem Treffer zum 1:2 wieder heran. Adam Payerl (links) und Andrew LeBlanc freuen sich mit ihm.
Bild: Siegfried Kerpf

Vor über 6000 Zuschauern liegen die AEV-Profis mit 0:2 zurück, ehe die Wende kommt. Am Ende steht ein 5:2 gegen Nürnberg. Von den Rängen gibt es Spott für die Franken.

Den Start völlig verpennt und doch noch einen Sieg gefeiert: Die Augsburger Panther lieferten am Freitagabend die ganze Palette eines Eishockeyspiels. Nach einem 0:2 Rückstands gewann die Mannschaft von Trainer Mike Stewart mit 5:2 (0:2, 2:0, 3:0) gegen die Nürnberg Ice Tigers, die sich am Ende auch noch Schmähgesänge anhören mussten. „Ohne Ehliz habt ihr keine Chance“, skandierten die AEV-Fans im Curt-Frenzel-Stadion.

Panther-Fans verspotten die Nürnberg Ice Tigers: "Ohne Ehliz habt ihr keine Chance"

Der Nationalspieler Yasin Ehliz war nach seinem verunglückten NHL-Ausflug nicht wie mündlich zugesagt zu den Franken zurückgekehrt, sondern zog ein Angebot des Meisterschaftsanwärters München vor, was zu massivem Ärger in Nürnberg sorgte.

Zu Beginn waren sich die Augsburger jedoch offensichtlich angesichts des jüngsten 3:0-Erfolges gegen Berlin und des aktuellen Durchhängers der Franken (lediglich auf Rang zwölf) ihrer Sache zu sicher und gingen den Start zu lässig an. Die Folge: In der dritten Minute lagen die Gäste nach Toren von Chris Brown und Leonhard Pföderl in Überzahl bereits 2:0 vorne. Die AEV-Profis wägten sich wohl allein angesichts ihrer personellen Lage im Vorteil.

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Während die Nürnberger auf einen Handvoll Stammkräfte wie Daniel Fox, Brandon Buck, Milan Jurcina, Oliver Mebus und Eric Stephan verzichten mussten, meldeten die Augsburger ihre komplettes Personal zumindest als einsatzfähig. Als überzählige Akteure standen Verteidiger Arvids Rekis und Stürmer Thomas Holzmann nicht auf dem Spielberichtsbogen.

Sternheimer und Rogl dabei - AEV-Trainer Stewart setzt auf junge Talente

Trainer Mike Stewart setzte wieder auf die Jugend mit Marco Sternheimer im Angriff und Defensiv-Mann John Rogl. „Es ist gut, dass der Kader gerade jetzt komplett ist, weil wir ständig spielen. Ich muss Entscheidungen treffen, wer nicht spielt, aber ich genieße diesen Luxus“, sagt der Austro-Kanadier über seine ungewohnt große Auswahl.

Seine Profis nahmen jedoch den Gegner anfangs auf die leichte Schulter und schalteten erst nach dem 0:2 einen Gang höher. Den ersten Treffer konnten die AEV-Fans unter den 6099 Zuschauern gestern Abend in der 23. Minute bejubeln. Im Powerplay stocherte Patrick McNeill den Puck über die Torlinie. Mit seinem bereits fünften Saisontor gab der Kanadier das Startsignal zur großen Aufholjagd.

Nur 83 Sekunden später lag der Puck wieder hinter Nürnbergs Schlussmann Andreas Jenike. Steffen Tölzer hatte an der blauen Linie mächtig ausgeholt und auch weil AEV-Stürmer Thomas J. Trevelyan dem Torwart die Sicht nahm, stand es 2:2. Die Verteidiger glichen die Partie aus, in der die Augsburger nun dominierten, weil sie wie gewohnt schnell anliefen sowie konsequent ihre Checks ansetzten.

Trainer Mike Stewart kann aus dem vollen AEV-Kader schöpfen

Kurz nach der zweiten Pause ging der AEV erstmals in Führung. Verteidiger Henry Haase setzte den Puck so weit neben den Kasten, so dass Matt Fraser den Abpraller zum 3:2 problemlos ins leere Tore drücken konnte. Die Panther hatten nun ihr Schläfchen beendet und drückten wie gewohnt aufs Tempo. Hans Detsch mit seinem ersten Saisontor und David Stieler schossen nun den 5:2-Erfolg heraus.

In den nächsten Tagen geht es Schlag auf Schlag. Am Sonntag folgt das Auswärtsspiel beim DEL-Schlusslicht Schwenningen und am Dienstag kommt Wolfsburg ins Curt-Frenzel-Stadion. Wie gut, dass Trainer Stewart personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Augsburger Panther Roy - Lamb, Valentine; McNeill, Haase; Sezemsky, Tölzer; Rogl;  - White, LeBlanc, Hafenrichter; Schmölz, Ullmann, Detsch; Fraser, Gill, Sternheimer; Payerl, Stieler, Trevelyan

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