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ERC Ingolstadt
24.09.2016

Doppelt verflucht

Wieder ausgerutscht: Brandon Buck (am Boden) und die Ingolstädter Panther mussten sich auch gestern Abend den Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 geschlagen geben. Für den ERCI war es damit die neunte Heimpleite gegen die Niedersachsen hintereinander.
Foto: Xaver Habermeier

Panther ziehen gegen Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 den Kürzeren. Neunte Heimniederlage gegen Niedersachsen in Folge. Stürmer John Laliberte verletzt.

Der Teufel trägt für den ERC Ingolstadt nicht Prada wie in einer bekannten Hollywood-Komödie, sondern orange-weiße Leibchen. Und er kommt aus dem unscheinbaren Wolfsburg. Gegen abgebrühte Grizzlys aus Niedersachsen verloren die Panther am gestrigen Abend mit 2:3 (1:2, 1:0, 0:1). Es war die neunte Heimniederlage gegen die Wolfsburger in Folge.

Gegen forsch attackierende Gäste starteten die Ingolstädter merklich nervös in die Partie: So verstrich ein frühes Powerplay ereignislos, während in der Defensive Risikopässe immer wieder für Gefahr vor dem eigenen Tor sorgten.

Dass die Gäste schon deutlich eingespielter waren, bekamen die Panther in eigener Unterzahl schmerzlich zu spüren: Zwei Strafen wurden den Heimischen im ersten Abschnitt aufgebrummt, zweimal klingelte es hinter Goalie Timo Pielmeier: Erst schlich sich Wolfsburgs Sebastian Furchner in den freien zentralen Raum und traf per Direktschuss in den Winkel (11.). Dann schloss Brent Aubin eine schnelle Passstafette ab und überraschte Pielmeier im kurzen Eck (20.). „Wir haben einmal mehr das erste Drittel verpennt“, befand ERCI-Stürmer Thomas Greilinger

Dass die Panther nicht schon nach dem ersten Abschnitt mit 0:2 zurücklagen, lag nicht zuletzt an ihm: Nach einem gefährlichen Flachschuss von Petr Pohl, nahm Greilinger die Scheibe auf, degradierte seine Gegenspieler zu hüftsteifen Statisten und bediente den völlig frei stehenden Petr Taticek, der zum zwischenzeitlichen Ausgleich nur noch einschieben musste (15.).

Im zweiten Drittel erspielten sich die Panther dann ein sichtliches Chancenplus: Innerhalb kürzester Zeit scheiterten Dustin Friesen (22.), Martin Buchwieser (23.) und Thomas Pielmeier (24.) an Grizzly-Schlussmann Felix Brückmann. Sein Gegenüber Pielmeier konnte unterdessen die Kraft seiner Oberschenkelmuskulatur unter Beweis stellen, als er seine Schoner gegen den nachsetzenden Fabio Pfohl auf den Boden presste und so eine höhere Gästeführung verhinderte (29.).

Die größte Möglichkeit aber bot sich John Laliberte: Im direkten Gegenzug wurde der Stürmer regelwidrig an einer klaren Torchance gehindert. Den fälligen Penalty setzte er allerdings viel zu hoch an. Nur zwei Minuten später konnte sich der US-Amerikaner dennoch freuen: Während eines schnellen Gegenzugs sah er den mitgelaufenen Friesen. Dessen abgewehrten Schuss beförderte Laliberte zum 2:2-Ausgleich in die Maschen (31.).

Auch für den vermeintlichen Führungstreffer wäre eigentlich alles vorbereitet gewesen: Die Fans jubelten, die Panther auf dem Eis reckten die Arme in die Höhe, die Tormusik erklang – nur der rechte Pfosten, den Thomas Oppenheimer in Überzahl mit einem gewaltigen „One-Timer“ traf, wollte nicht so recht mitspielen (43.). Anders auf der Gegenseite: Mit der ersten Gästechance im letzten Abschnitt markierte Jimmy Sharrow das 2:3 (52.) und besiegelte schließlich die neunte Heimspielniederlage gegen die Grizzlys in Folge.

„Eigentlich war das unser bestes Saisonspiel“, resümierte ERCI-Trainer Tommy Samuelsson, der den Unterschied vor allem im Überzahlspiel ausmachte: „Am Ende hat Wolfsburg zweimal im Powerplay getroffen, wir nicht.“ Wenn es morgen (19 Uhr) auswärts gegen die Iserlohn Roosters geht, wird der Schwede zu allem Überfluss auf einen seiner wichtigsten Stürmer verzichten müssen: Kurz vor Schluss verletzte sich John Laliberte oberhalb des Sprunggelenks und wird möglicherweise für längere Zeit ausfallen.

ERC Ingolstadt: Ti.Pielmeier – Kohl, McNeill; Köppchen, Salcido; Friesen, Wagner; Schopper – Oppenheimer, Buck, Laliberte; Pohl, Taticek, Greilinger; Buchwieser, Boyce, Jacques; Elsner, Th. Pielmeier, Irmen – Tore: 0:1 Furchner (11./PP), 1:1 Taticek (15.), 1:2 Aubin (20./PP), 2:2 Laliberte (31.), 2:3 Sharrow (52.) – Zuschauer: 3022

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