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FC Augsburg

10.01.2020

Ex-FCA-Trainer Lehmann kritisiert: "Bundesliga trainiert zu weich"

Saß als Co-Trainer beim FC Augsburg bereits auf einer Bundesliga-Bank: Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Der 50-Jährige arbeitete zweieinhalb Monate als Co-Trainer beim FC Augsburg - das allgemeine Training der Bundesligisten kommt bei ihm nicht gut weg.

Vor knapp einem Jahr startete Jens Lehmann mit großen Hoffnungen sein Engagement als Co-Trainer des FC Augsburg. Der ehemalige Nationalkeeper sollte den damals taumelnden FCA zu mehr defensiver Stabilität verhelfen. Es war ein Vorhaben, das nur bedingt funktionierte: Nach nur zweieinhalb Monaten zog der FC Augsburg die Reißleine und trennte sich sowohl vom damaligen Cheftrainer Manuel Baum als auch von dessen Assistenten Jens Lehmann.

Lehmann gab wenig später zu verstehen, dass er diesen Schritt nicht ganz nachvollziehen könnte und sprach von einer "irrationalen Entscheidung", die der FC Augsburg damals getroffen habe. " Die Intensität des FCA-Trainings scheint Lehmann hingegen nicht überzeugt zu haben. Gegenüber der Bild sagte der ehemalige Nationaltorwart nun, dass die Bundesliga allgemein großen Nachholbedarf habe: "Die Bundesliga trainiert zu weich. Das sieht man auch im Vergleich der Laufleistung zwischen Bundesliga und Premier League. Da kann man einen großen Unterschied erkennen."

Auch über den neuen starken Mann beim FC Bayern, Oliver Kahn, äußerte sich Lehmann bei Bild: Dass der beim Rekordmeister nun Vorstandsmitglied ist, sei nachvollziehbar: "Er hat fast sein ganzes Leben dort gespielt. Es ist sicher ein Schritt, der ganz gut ist." Über Kahn, seinen alten Konkurrenten im Nationaltor, feuerte Lehmann noch eine kleine Spitze ab: "Ich habe ihm vor zwei Jahren einen sehr lukrativen Vertrag in Saudi-Arabien besorgt. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört..."

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Lehmann arbeitete als Co-Trainer beim FC Augsburg und beim FC Arsenal

Einblicke sammelte Lehmann als Co-Trainer in beiden Ligen: Vor seiner Station beim FC Augsburg agierte er eine Spielzeit als Assistent von Arsene Wenger beim FC Arsenal in der englischen Premier League. Pech für den 50-Jährigen: Auch bei den Gunners war nach kurzer Zeit Schluss. Nach der Saison 2017/18 beendete Wenger sein Engagement bei den Londonern - damit musste auch Lehmann nach einem Jahr gehen.

An seinen persönlichen Zielen haben die beiden wenig glücklichen Stationen aber nichts geändert: Lehmann will als Cheftrainer in der Bundesliga arbeiten. Die Rolle als Assistent passe ohnehin nicht zu ihm, befindet Lehmann. Dass ihn die Chefrolle mehr reize, hatte er schon kurz nach dem Aus in Augsburg betont: "Man kann als Trainer unheimlich viel bestimmen." Über sich selbst sagte Lehmann damals: "Ich bin besser im Führen als im Daneben-Stehen und Zuschauen." (eisl)

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10.01.2020

Was um Himmels willen bewegt Sie (die Redaktion), diesen gescheiterten Co-Trainer so ausführlich im Gespräch zu halten. Lehmann's Selbsteinschätzung ist und war nie korrespondierend mit der Realität.

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