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FC Augsburg

15.03.2019

Ist Alfred Finnbogason gegen Hannover Startelf-Kandidat?

Alfred Finnbogason (rechts, links Trainer Manuel Baum) hat in der laufenden Saison zweimal einen Dreierpack geschnürt. Gegen Hannover soll er in den FCA-Kader zurückkehren.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Der Abstiegskampf in der Bundesliga spitzt sich zu. Gegen Hannover und Nürnberg steht der FC Augsburg vor richtungsweisenden Partien. Spielt Finnbogason?

Wie rasant Stimmungen wechseln können, lässt sich dieser Tage beim FC Augsburg beobachten. Sechs Niederlagen in sieben Spielen hatten den Bundesligisten bedenklich nahe an den Abstiegsabgrund rutschen lassen, obendrein gaben Begegnungen mit Dortmund und Leipzig wenig Anlass zu Zuversicht. Doch statt vollends abzustürzen, stoppten Trainer Manuel Baum und seine Mannschaft den freien Fall. Vier Punkte gegen die Spitzenteams hellten die Mienen auf, zudem blieben der direkten Konkurrenz im Abstiegskampf Punkte nahezu komplett verwehrt.

Aufwärtstrend im Abstiegskampf: Wie Baum und sein Team wieder Erfolg haben

Auf dem Trainingsplatz unweit der Augsburger Arena wird wieder gefeixt und gelacht, vor allem aber: Selbstvertrauen und der Glaube an den Klassenerhalt sind zurück. Rechtzeitig vor den entscheidenden Duellen dieser Saison haben sich die Augsburger aus ihrem mentalen Tief befreit. Dass Baum dafür seine ausdauernd verfolgte und oft gelobte Taktik mit aggressivem Anlaufen und Pressing in des Gegners Hälfte über den Haufen warf und nun das eigene Tor verbarrikadiert, interessiert dieser Tage kaum jemanden. Nur Zählbares zählt, erst recht im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr).

Baum kündigt an, an der zuletzt defensiven Grundordnung festhalten zu wollen. Gegentreffer verhindern, darauf liegt der Fokus. Er hätte kein Problem damit, lange die Null zu halten und die Partie in ihrer Schlussphase zu entscheiden. Ein Offensivfeuerwerk werde es nicht geben, fügt der 39-Jährige hinzu. „Ich warne davor, in Aktionismus zu verfallen. Wir müssen das Spiel pragmatisch angehen.“ Für Fußballästheten klingt das beinahe wie eine Drohung.

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FCA hat noch harte Spiele vor sich - Stimmung kann schnell erneut umschlagen

Während die Gäste Ende Januar den Trainer wechselten, hielt Augsburgs Sportgeschäftsführer Stefan Reuter selbst nach dem Tiefpunkt in Freiburg an Baum fest. Vorerst darf sich Reuter bestätigt fühlen. Doch ihm und dem Trainer muss bewusst sein, wie schnell die Stimmung erneut umschlagen kann. Am Ausgang der nächsten beiden Partien werden sie sich messen lassen müssen.

Baum will vor dem Hannover-Spiel nichts von einer „gmahden Wiesn“ wissen und verweist auf das jüngste Auftreten der Gäste gegen Leverkusen. „Da hat man ihre Mentalität gesehen“, betont Baum und schiebt hinterher: „Wir haben die letzten beiden Spiele positiv gestaltet und sind auf einem guten Weg.“ Mehr aber auch nicht, so die Botschaft. Der FCA fristet ein selbstbestimmtes Dasein im Abstiegskampf, neben Hannover und Nürnberg trifft er unter anderem noch auf den VfB Stuttgart (20. April) und Schalke 04 (4. Mai), die ebenso um den Ligaverbleib kämpfen. Mit Siegen gegen Hannover und in Nürnberg würde zumindest der direkte Abstieg in weite Ferne rücken. Enden die Partien hingegen negativ, spitzt sich die Situation erneut zu.

Seit Mittwoch lässt FCA-Trainer Manuel Baum geheim trainieren

Bundesligatrainer verraten gemeinhin wenig von ihren personellen Überlegungen. Möglichst spät soll der Konkurrent Kenntnisse über die Aufstellung gewinnen, bestenfalls erst eine Stunde vor Spielbeginn. Seit Mittwoch trainiert der FCA unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Entsprechend darf spekuliert werden, wie ernst es Baum mit seiner Aussage meint, im zehnfachen Torschützen Alfred Finnbogason einen Startelfkandidaten zu sehen.

Der Isländer sei wie die zuletzt fehlenden Jeffrey Gouweleeuw, Dong-Won Ji und Jan Moravek „medizinisch spielfähig“, berichtet Baum. Das lässt Interpretationsspielraum. Spielt Finnbogason von Anfang an? Sitzt er auf der Ersatzbank? Oder steckt hinter allem ein Täuschungsmanöver?

Verzichten muss der FCA auf die Verletzten Konstantinos Stafylidis, Raphael Framberger, Julian Schieber sowie die Torhüter Fabian Giefer und Andreas Luthe. Reece Oxford fehlt ein letztes Mal wegen seines Platzverweises in Freiburg.

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