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Kommentar
02.09.2016

Der FC Augsburg sollte seine Wurzeln nicht vergessen

Beim ersten Saisonspiel des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg waren viele Plätze leer.
Foto: Ulrich Wagner

Der Besuch im Stadion des FC Augsburg ist längst kein Selbstläufer mehr. Mit den Hardcore-Fans allein lässt sich die Arena dauerhaft nicht füllen. Was helfen könnte.

Das eine tun, ohne das andere zu lassen. So sieht die Aufgabenstellung beim FCA in naher Zukunft aus. Auch wenn ein Abstieg stets Thema bleibt, der Verein befindet sich auf dem Weg zu einem etablierten Bundesligisten. Das verdient Lob. Dass er seine Strukturen verändert, baulich und personell, ist in diesem Prozess zwingend erforderlich. Alles andere wäre fahrlässig im Milliardengeschäft Bundesliga.

Ungeachtet dessen sollte der Verein seine Wurzeln nicht vergessen, die sich in die Region erstrecken. Zwar verfügt er inzwischen über eine stattliche Zahl Hardcore-Fans, die sich ungeachtet sportlichen Erfolgs in die Stadionkurve stellen und bedingungslos anfeuern. Doch damit lässt sich dauerhaft kein Stadion füllen. Der Verein braucht ebenso Familien und Gelegenheitsgänger, die Trikots und Schals kaufen.

Besuch im FCA-Stadion kein Selbstläufer mehr

Um diese Fangattung an sich zu binden, bedarf es vermeintlich kleiner Gesten: eine Saisonabschlussfeier, ein Familienfest oder die Verabschiedung eines altgedienten Spielers vor großer Kulisse. Das schafft positive Emotionen, die den Ausschlag geben können, ob jemand sein Geld für Tickets, Bratwurst und Bier ausgibt. Nach fünf Spielzeiten in der Erstklassigkeit ist der Besuch in der Augsburger Arena längst kein Selbstläufer mehr.

Effektive Wolfsburger siegen in Augsburg und verpatzten Neu-FCA-Coach Schuster konnte bei seiner misslungenen Heimpremiere allein mit dem Engagement der Augsburger zufrieden sein.
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Saisonstart in der WWK-Arena: FCA verliert gegen Wolfsburg
Foto: Christof Stache, Stefan Puchner, Ulrich Wagner
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