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Spiel gegen Union Berlin

26.01.2020

Miese Noten für den FCA: Die Spieler in der Einzelkritik

Schmerzhaft: Florian Niederlechner verliert mit dem FCA gegen Union Berlin.
Foto: Andreas Gora, dpa

Plus Bei der 0:2-Niederlage gegen Union Berlin erreichen die Leistungsträger vor allem in der zweiten Hälfte nicht annähernd ihre Leistungsstärke. Die Spielernoten.

Der FC Augsburg unterliegt Union Berlin auswärts mit 2:0. Fast niemand auf Seiten des FCA konnte überzeugen. Die Spielernoten:

Tomas Koubek Machte beim ersten Gegentor keine so gute Figur als er bei der Ecke an dem passiv agierenden Ujah nicht vorbeikam. War jetzt nicht der Hauptschuldige an der Niederlage, aber der Tscheche strahlt einfach keine Ruhe und Souveränität aus und seine Abschläge hatten an diesem Samstag eine riesige Sreuungsbreite. Note 4,5

Berlins Marcus Ingvartsen trifft zum 2:0 gegen FCA-Torwart Tomas Koubek.
Foto: Andreas Gora, dpa

Tin Jedvaj Dass er nicht allzu gerne als rechter Verteidiger aufläuft, daraus macht der Kroate keinen Hehl.  Und man merkt es ihm auch an. Da waren jetzt keine Riesenböcke dabei, aber doch viele Unkonzentriertheiten, die sich summierten. Note 4,5

Jeffrey Gouweleeuw  Vor allem in der zweiten Hälfte ein schlechtes Spiel des Abwehrchefs, von dem man so etwas eigentlich nicht gewohnt ist. Kam kurz vor der Halbzeit gegen Christopher Lenz zu spät und räumte den Union-Spieler rustikal aus dem Weg. Schrammte da knapp am Platzverweis vorbei. Köpfte vor dem 0:2 den Ball, den er eigentlich sicher klären hätte können, dem Unioner Andrich vor die Füße, der dann Torschütze Ingvartsen bedienen konnte.  Note 5,0

Felix Uduokhai  Rückte in die Startelf, um die  Unioner Riesen (fünf Spieler über 1,90 Meter) im Zaum zu halten, was nicht zu 100 Prozent gelang. Dafür konnte Uduokhai aber relativ wenig. Es war auch nicht sein bestes Spiel im Trikot des FCA. Von 52 Pässen brachte Uduokhai 49 an den eigenen Mann. Note 4,0

Philipp Max  Er versuchte viel, es gelang ihm allerdings herzlich wenig. In der Defensive mit Zweikampfschwächen. In der Offensive verpufften seine Ecken und Flanken und seine Freistöße waren nicht genau genug. Manchmal fehlte nur eine Haaresbreite, manchmal aber auch ein halber Meter. Die Streuung war diesmal riesig. Note 4,5

Daniel Baier Er ackerte und kämpfte wie immer, doch Struktur brachte auch der Kapitän diesmal nicht ins Spiel.  Das lag auch daran, weil Union es fast immer nur mit weiten Bällen probierte, die meist über Baier hinwegsegelten, so dass er sein gute Auge und seine Routine in den Zweikämpfen selten einsetzen konnte. Note 4,5

FCA-Fans zündeten im Stadion An der Alten Försterei in Berlin bengalisches Feuer mit grünen Rauchwolken.
Foto: Andreas Gora, dpa

Rani Khedira Es war nicht der Tag des defensiven Mittelfeldspielers. War bei beiden Gegentoren irgendwie mit dabei, aber nie richtig dran. Wurde dann auch in der 70. Minute ausgewechselt. Note 5,0

Marco Richter Zehn Torschüsse und vier Flanken. Marco Richter versuchte alles, um das Offensivspiel zu beleben. 14 Torschussbeteiligungen sind ein Rekordwert. Doch Richter fehlte an diesem gebrauchten Nachmittag wie allen anderen auch der letzte Willen sich durchzusetzen oder das Tor erzwingen zu wollen. Note 3,0

Andre Hahn  Wirkte bei seinem ersten Startelfeinsatz seit seiner gelb-roten Karte im Spiel gegen Köln am 30. November auch in der ungewohnten Rolle als Mittelstürmer, in der er sich mit Niederlechner abwechselte, hochmotiviert, vielleicht sogar etwas zu motiviert. Lief mit 12,49 Kilometern mit Abstand am weitesten von allen Feldspielern beider Teams. Agierte aber auch mehr als unglücklich als er den Eckball vor dem 0:1 unabsichtlich zu Subotic verlängerte. Note 4,5

Vergebens gekämpft: André Hahn.
Foto: Andreas Gora, dpa

Ruben Vargas Gegen die kampfstarken und nicklig spielenden Berliner wurden dem jungen Schweizer seine Grenzen aufgezeigt. Das ist für ihn ein schmerzhafter Lernprozess, den er durchlaufen muss. Für ihn kam in der 77.  Minute Alfred Finnbogason. Note 4

Florian Niederlechner  Einsatz und Wille stimmten, war aber bis in die Schlussphase so gut wie unsichtbar. Hätte dann aber den 1:2-Anschlusstreffer machen müssen, tat es aber nicht und blieb so erstmal seit dem 1:0-Sieg in Paderborn ohne Torbeteiligung. Note 4,5

Alfred Finnbogason Erstmals seit seiner Schulterverletzung, die er sich in der Länderspielpause Anfang November zuzog, schnupperte er wieder Bundesligaluft. Deutete in den elf Minuten an, dass man ihn weiter auf der Rechnung hat. Muss kurz vor Schluss einfach aus wenigen Metern das Tor treffen. Stattdessen wuchtet er ihn über die Querlatte.

Eduard Löwen Kam in der 70. Minute für Khedira und mit ihm lief das Offensivspiel auf einmal besser. Macht Lust auf mehr.

Es werden nur Spieler benotet, die länger als 30 Minuten gespielt haben.

Lesen Sie auch die Stimmen zum Spiel: FCA-Niederlage in Berlin: "Union hat seine Chancen gemacht, wir nicht"

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26.01.2020

Keiner außer Udoukhai, mit Abstrichen Baier und dem eingewechselten Löwen erreichte Normalform

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26.01.2020

Es war ein gebrauchter Nachmittag. Aber hier geht es um hoffentlich konstruktive Einzelkritik. Die Spieler haben sich alle die schlechten Benotungen verdient. Da schliesse ich aber auch Marco Richter mit ein. Man sollte nicht sein Talent beurteilen, sondern das Ergebnis seiner Aktionen und seine Effizienz auf dem Platz. Tolle Finten, überragende Dribblings, diesmal mit wenig Ballverlusten, gute Pässe, da wächst ein guter Fussballer heran. Auf der anderen Seite erleben wir deutlich zu viel Egoismus und harmlose Schussversuche aus allen möglichen und unmöglichen Lagen. So wurden viele Angriffsversuche nicht zu Ende gespielt, es war an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Daher für mich eine klare 5 für Richter. Hoffentlich ziehen er und der Trainer für die Zukunft die richtigen Entscheidungen.

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