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FC Augsburg

23.05.2019

Saison-Zeugnis für die FCA-Spieler: Der Beste hat keinen Stammplatz

Am Ende schaffte der FC Augsburg den Klassenerhalt - von Glanzleistungen waren viele Spieler die gesamte Saison über allerdings weit entfernt.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Wie haben sich die Profis des FC Augsburg in der abgelaufenen Saison geschlagen? Der beste Spieler in unserer Einzelkritik stand meistens nicht auf dem Platz.

Auch wenn der FC Augsburg erneut den Klassenerhalt in der Bundesliga erreicht hat, äußerst durchwachsene Leistungen haben dessen Fußballprofis in der abgelaufenen Saison gezeigt. Rechnerisch stand der beste Augsburger im Tor, in der Rückrunde kam er trotzdem kaum noch zum Einsatz. Die Durchschnittsnote unserer Redaktion setzt sich aus Einsätzen mit mehr als 30 Minuten zusammen.

Torhüter

Fabian Giefer Im Sommer hatte er sich im Torwartduell durchgesetzt. Sein Dasein als Nummer eins war jedoch von kurzer Dauer. Nach zwei ordentlichen Auftaktpartien leistete er sich folgenschwere Aussetzer und verlor seinen Stammplatz. Note 4,1

Andreas Luthe Verfügt über keine außerordentlichen Fähigkeiten, strahlt allerdings stets Ruhe und Besonnenheit aus. Sein Start war vielversprechend, gegen Ende der Vorrunde jedoch mit Wacklern, die ihn den Stammplatz kosteten. Note 2,9

Andreas Luthe stand in der Vorrunde im Tor des FC Augsburg, in der Rückrunde ersetzte ihn Leihspieler Gregor Kobel.
Bild: Ulrich Wagner

Gregor Kobel Gilt mit seinen 21 Jahren als großes Talent, kassierte jedoch 42 Gegentore in 16 Bundesligapartien. Zeigte starke Auftritte gegen Dortmund oder Leipzig, aber auch Unsicherheiten gegen Hannover oder Wolfsburg. Note 3,2

Innenverteidiger

Jeffrey Gouweleeuw Strahlte im Abwehrzentrum Ruhe aus. Kommt oft vor seinem Gegenspieler an den Ball. Dass er in der Rückrunde wegen einer Adduktorenverletzung acht Spiele verpasste, wirkte sich negativ auf die Stabilität der Abwehr aus. Note 3,3

Kevin Danso Für ihn begann die Saison erst richtig am 16. Spieltag – zuvor kam er nur zu drei Kurzeinsätzen. Der 20-Jährige sucht nach Konstanz. Einerseits ungemein kopfballstark, andererseits hektisch bei eigenem Ballbesitz. Note 3,9

Martin Hinteregger Verteidigte in der Vorrunde solide im Abwehrzentrum, herausragende Leistungen zeigte er erst in der Rückserie im Frankfurter Trikot. Bei der Eintracht sieht der Österreicher seine Zukunft. Note 3,4

Martin Hinteregger wechselte nach Frankfurt.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Reece Oxford Argumente für eine dauerhafte Verpflichtung lieferte der 20-jährige Engländer mitnichten. Seine Auftritte waren von unglücklichen Momenten geprägt, unter anderem einem Platzverweis und verschuldeten Gegentoren. Note 4,6

Außenverteidiger

Jonathan Schmid Hat sich inzwischen als Rechtsverteidiger etabliert und erfüllt seine Aufgaben ordentlich. Ragte mit drei direkten Freistoßtoren heraus, offenbarte aber ebenso Probleme mit schnellen Offensivspielern des Gegners. Note 3,5

Raphael Framberger Muss sich aufgrund seiner Verletzungen wiederholt in den Kader zurückkämpfen, derzeit erholt er sich von einem Kreuzbandriss. Auch sportlich verlief die Saison unglücklich: Framberger spielte sieben Mal – sechs Mal unterlag der FCA. Note 3,4

Philipp Max Im Vorjahr sorgte er wegen seiner 13 Torvorlagen für Aufsehen, in dieser Saison zurückhaltender. Erzielte einen Doppelpack gegen Stuttgart, leistete sich andererseits defensive Nachlässigkeiten. Note 3,4

Konstantinos Stafylidis Wechselt ablösefrei nach Hoffenheim. Im FCA-Trikot zeigte er keine überragenden Auftritte, brachte aber meist die passende Einstellung mit. Ob das den Ansprüchen Hoffenheims genügt, bleibt abzuwarten. Note 3,5

Zentrales Mittelfeld

Daniel Baier Führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Als dienstältester Profi des FCA übernahm er Verantwortung, zeigte hohes Laufpensum und stemmte sich gegen Niederlagen. Note 3,3

Kapitän Daniel Baier zeigte in der abgelaufenen Saison viel Einsatz.
Bild: Ulrich Wagner
 

Rani Khedira Stabil in seinen Leistungen. Agierte im offensiven und defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung – teils in einem Spiel. Als umsichtiger Zweikämpfer fiel er dabei auf, offensiv fehlten meist Impulse. Note 3,3

Jan Moravek Gilt als technisch versierter Spieler, der zu selten sein Potenzial abruft. Hinzu kommt seine Verletzungsanfälligkeit. Den Status eines Ergänzungsspielers wird er wohl nie loswerden. Note 3,8

Ja-Cheol Koo Eine enttäuschende Spielzeit für den Südkoreaner, der gezwungen wurde, beim Asiencup nochmals für seine Nationalmannschaft auflaufen musste. Hat von seiner Torgefahr viel eingebüßt und wird den FCA im Sommer verlassen. Note 3,9

Offensives Mittelfeld

André Hahn Der Rückkehrer blickt auf eine durchwachsene Spielzeit. Teils überzeugte er, teils fehlte ihm offensive Durchschlagskraft. Gegen Ende der Saison steigerte er seine Torgefahr und traf in neun Partien drei Mal. Note 3,6

Fredrik Jensen Den Finnen warfen wiederholt Verletzungen zurück. Zu welchen Leistungen er fähig ist, konnte der 21-Jährige nur andeuten. Drei Partien kamen in die Wertung. Note 3,8

Georg Teigl Wurde in der Rückrunde für seinen Einsatz im Training durch einen Platz im Aufgebot der Spiele belohnt. Weil Trainer Martin Schmidt auf „Rennmaschinen“ setzt, plötzlich wieder mit Zukunft in Augsburg. Note 3,3

Dong-Won Ji In Erinnerung bleiben wird sein Doppelpack gegen Dortmund, der drei Punkte bescherte. Darüber hinaus in seinen Aktionen oft unglücklich, überzeugend agierte er selten. Note 3,9

Caiuby Fiel zunächst dadurch auf, dass er nicht da war. Als er da war, wusste er nicht zu überzeugen. Mitte Dezember war für ihn sportlich die Spielzeit im FCA-Trikot beendet, später wurde er suspendiert und verliehen. Note 4,2

Bekannt für seine flexible Urlaubsauslegung: Caiuby, der nicht mehr für den FCA aufläuft.
Bild: Ulrich Wagner
 

Angriff

Michael Gregoritsch In seiner zweiten Spielzeit für den FCA bei weitem nicht mehr so torgefährlich. Ihm fehlte mitunter die Leichtigkeit und Unbekümmertheit seiner Augsburger Premierensaison. Note 3,7

Alfred Finnbogason Seine Torquote bleibt beeindruckend. 18 Mal lief er auf. In sechs Spielen traf er zehn Mal. Andererseits: In zwölf Spielen blieb der Isländer ohne Treffer und tauchte ab. Problem bleibt die Verletzungsanfälligkeit. Note 3,7

Marco Richter Dem Nachwuchsspieler gelang in dieser Saison der Durchbruch. Zweimal vollbrachte der 21-Jährige einen Doppelpack, 17 Mal stand er in der Startelf. Unbekümmert, mitunter aber zu egoistisch auf dem Rasen. Note 3,4

Sergio Córdova Blieb auch in seiner zweiten Spielzeit den Beweis schuldig, sich dauerhaft in der Bundesliga behaupten zu können. Dem Venezolaner glückten drei Treffer, in Einsätzen von Beginn an enttäuschte er aber. Note 3,75

Julian Schieber Wollte in Augsburg neu anfangen, war aber einmal mehr über weite Teile der Saison verletzt. Ob er tatsächlich eine Verstärkung darstellt, dies lässt sich bisher kaum beantworten. Note 3,9

Wenig Aussagekraft haben die Noten von Felix Götze (3,0), Simon Asta (5,0) und Christoph Janker (6,0), die je nur einen Einsatz hatten. Trotz einem Einsatz ohne Wertung blieb Jan-Ingwer Callsen-Bracker.

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