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Fußball
10.01.2022

Ohrfeigen voller Freude: Sergio Conceicaos Lob für seinen Sohn

Sergio Conceicao, Trainer des FC Porto, wechselte seinen Sohn als Joker ein.
Foto: dpa

Dass der Vater den Sohn trainiert, kommt im Fußball manchmal vor. Eine ganz besondere Vater-Sohn-Geschichte gab es nun in Portugals erster Liga.

Dass der Vater den eigenen Sohn trainiert, ist im Jugend- und Amateurfußball Usus, aber schon da nicht frei von Konflikten. Oft ist die Autorität des Juniors gegenüber dem Familienoberhaupt überschaubar verteilt, was es wiederum schwierig macht, wenn der Vati als Coach dem Team sagen muss, wo es lang geht.

Auch den Fall, dass ein Vater sich selbst als Teil des Bundesliga-Karriere-Plans seines Sohnes sieht und die anderen Jugendspieler halt auch trainiert, soll es geben. Alles nicht so einfach wie etwa im Tennis, wo es völlig legitim ist, das Kind als Ich-AG zu betrachten. Ob man den Filius dann gleich wieder mit Jesus vergleichen muss, wie das Papa Djokovic unlängst tat, ist eine andere Sache.

Im Profifußball kommt die Konstellation seltener vor, hat da aber erst recht das Zeug zum Politikum. Jordi Cruyff wurde unter seinem Vater Johann Cruyff beim FC Barcelona nur sehr bedingt glücklich.

Sergio Conceicao wechselt seinen Sohn ein - und der trifft

In Portugal hat sich hingegen nun eine Vater-Sohn-Geschichte der wirklich schöneren Sorte zugetragen. Es lief die 87. Minute in der Partie zwischen dem FC Porto bei Estoril Praia, als Porto-Coach Sergio Conceicao sich an seinen Mittelfeldspieler und Sohn Francisco Conceicao wandte. Porto hatte nach einem 0:2-Rückstand in Minute 84 noch den Ausgleich erzielt, als der 19-Jährige das Feld betrat. Nur fünf Minuten später knallte der Teenager den Ball nach einer Flanke ins Tor von Estoril.

 

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Der Siegtreffer zum 3:2 war das, was man gemeinhin als emotionale Eruption bezeichnet: Alle beglückwünschten den Kicker, der gerade sein erstes Erstliga-Tor gemacht hatte. Und Vater Sergio? Der war vorne dran, als es darum ging, seinen Francisco zu gratulieren. Er tat es mit der grobschlächtigen Liebe eines Braunbären: indem er den Jungen zuerst herzte. Und ihm dann vier, fünf Ohrfeigen verpasste. Auch das war herzhaft gemeint, tat aber sichtlich weh, wie Fernsehbilder beweisen. Auf denen sind ein erfreuter Sergio sowie ein sichtlich benommener Francisco Conceicao zu sehen. Viele Tore dieser Art sollte der 19-Jährige nicht mehr machen, wenn ihm seine Gesundheit lieb ist. Es ist auch nicht einfach.

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