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FC Ingolstadt

17.02.2018

Freudiges Wiedersehen

Kurzes Intermezzo beim FC Ingolstadt: Trainer Markus Kauczinski arbeitete in der vergangenen Bundesliga-Saison rund vier Monate bei den Schanzern, ehe er wegen Erfolgslosigkeit seinen Hut nehmen musste.
Bild: Roland Geier

Wenn die Schanzer den FC St. Pauli empfangen, trifft Trainer Stefan Leitl auf seinen ehemaligen „Chef“, Markus Kauczinski, der nun bei den „Kiez-Kickern“ die sportlichen Geschicke leitet

Für den FC Ingolstadt geht es am Samstag (13 Uhr) im Audi-Sportpark gegen den FC St. Pauli darum, mit einem Sieg weiter Kontakt zumindest zum Aufstiegs-Relegationsplatz zu halten. Aktuell rangieren die Schanzer auf Platz fünf und weisen drei Zähler Rückstand auf den Tabellendritten Holstein Kiel auf.

Trainer Stefan Leitl lässt jedenfalls keinen Zweifel aufkommen, dass er mit seiner Truppe den zweiten Heimsieg im Jahr 2018 einfahren will. „Dafür müssen wir jedoch an das gute Heimspiel gegen Fürth (3:0) anknüpfen“, erklärte der Schanzer Chefcoach, der nicht ganz ohne Sorgen in die heutige Partie gegen die Hanseaten geht. Neben dem gesperrten Marcel Gaus (fünfte Gelbe Karte) muss Leitl möglicherweise auch auf Marvin Matip verzichten. Der Kapitän stieg nach einem Magen-Darm-Virus erst am Donnerstag wieder ins Training ein. „Wir müssen schauen, wie sein Körper reagiert. Ob er spielen kann, entscheidet sich kurzfristig“, erklärt Leitl. Sollte Matip tatsächlich passen, würde Hauke Wahl dessen Part übernehmen. Als Nachrücker für Gaus scheint auf der linken Verteidiger-Position Paulo Otavio festzustehen, der damit vor seinen sechsten Saisoneinsatz steht.

„Ich weiß noch nicht, wie sich der Trainer entscheidet. Ich bin fit und bereit, meine Chance zu nutzen“, sagt der 23-Jährige. Sein Coach sieht ihn indes auf einem guten Weg. „Es ist noch viel Entwicklungs-Potenzial bei ihm vorhanden. Deshalb ist er vor allem selbst gefordert, dieses Potenzial auf den Platz zu bringen, um Gaus unter Druck zu setzen“, meint Leitl, der Otavios Stärken vor allem in seiner „großen Dynamik und seinem guten Eins-gegen-Eins-Verhalten“ sieht.

Definitiv gesetzt ist der Brasilianer für das heutige Duell mit dem FC St. Pauli allerdings nicht. Schließlich hat Leitl durchaus noch andere Optionen. So könnte er beispielsweise Tobias Levels auf die linke und Christian Träsch auf die rechte Verteidiger-Position beordern. Ein Schachzug, der jedoch unwahrscheinlich erscheint, da in diesem Fall die Defensivreihe durcheinandergewürfelt werden würde.

Eine Änderung könnte es indes auch im Mittelfeld des FCI geben. Angesichts der mageren Torausbeute ist es naheliegend, dass Leitl mit einem möglichen Startelf-Debüt von Patrick Ebert neue Impulse im Offensiv-Spiel der Oberbayern setzen könnte und möchte. Nach den Einwechslungen gegen Fürth und Aue deutete Leitl zumindest an, dass der erfahrene Winter-Neuzugang diesmal in der Anfangsformation auftauchen könnte. „Patrick ist körperlich auf einem guten Niveau, gönnt sich im Training keine Pausen und arbeitet zusätzlich auch noch individuell“, lobt der Ingolstädter Cheftrainer seinen Routinier.

Hinsichtlich der zuletzt oftmals fehlenden Torgefahr nimmt Leitl jedoch den gesamten Kader in die Pflicht. „Nicht nur für die Stürmer gilt es, vor dem Tor die nötige Gier und Konsequenz mitzubringen. Das gilt für alle“, so der 40-Jährige, für den das heutige Aufeinandertreffen mit dem „Kiez-Klub“ zweifelsohne etwas Besonderes ist. Schließlich kommt es zum Wiedersehen mit Markus Kauczinski, der 2016 nach vier Monaten als Cheftrainer bei den Schanzern entlassen wurde und nun die sportlichen Geschicke beim FC St. Pauli leitet.

„Ich freue mich riesig, ihn wiederzusehen und kann von unserer Zusammenarbeit nur Gutes erzählen“, sagt Leitl, der den ehemaligen FCI-Headcoach, unter dem er einst als U23-Trainer arbeitete, überaus schätzt. „Das Miteinander war optimal. Die Tür stand immer offen – wie man sich das als Trainer der zweiten Mannschaft nur wünschen kann“, so Leitl weiter.

Dementsprechend bringt der jetzige Ingolstädter Fußballlehrer auch dem heutigen Kontrahenten jede Menge Respekt entgegen. „Mit Markus hat sich St. Pauli stabilisiert. Das hat man zuletzt beim 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg gesehen. Diese Partie hätten die Hamburger sogar gewinnen müssen“, meint Leitl.

lMögliche Aufstellung: Nyland – Levels, Matip (Wahl), Schröck, Paulo Otavio – Träsch, Cohen, Ebert – Pledl, Kittel – Lezcano

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