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Einzelkritik

11.07.2010

Podolski: Fragezeichen und Ausrufezeichen

Lukas Podolski freut sich über den dritten Platz bei der WM 2010 in Südafrika.
Bild: dpa

Sieben Partien, 23 Spieler, am Ende ein dritter Platz - das ist die deutsche Bilanz. Einige Akteure werden in den kommenden Wochen den Logopäden aufsuchen müssen, von anderen will Löw wohl nichts mehr wissen. Die Einzelkritik:

Sieben Partien, 23 Spieler, am Ende ein dritter Platz - das ist diedeutsche Bilanz. Einige Akteure werden in den kommenden Wochen denLogopäden aufsuchen müssen, von anderen will Löw wohl nichts mehrwissen. Die Einzelkritik:

Thomas Müller: EinPhänomen. Der Aufsteiger. Sagenhaft. Sechs Spiele. Fünf Tore. BesterNachwuchsspieler der WM. Irrwitzige Gelbe Karte. Die Frage: Was wäre,wenn ... gegen Spanien?

Marko Marin: EinPhänomen. Der Absteiger. Unglaubliche technische Fähigkeiten. Machtebei seinen beiden Einwechslungen nichts daraus. Wurde danach zumWM-Touristen degradiert und dürfte bei Löw viel Kredit verspielt haben.

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Piotr Trochowski: Wurdeerst auf der Zielgerade der WM-Vorbereitung von Müller überholt. Ließsich nicht hängen. Wurde deshalb immer wieder von Löw mit Spielminutenbelohnt. Zeigte aber bei seinem Einsatz gegen Spanien, dass Löw mitseiner Rangordnung richtig lag.

Lukas Podolski: EinTurnier wie die Karriere Podolskis. Ausrufezeichen und Fragezeichenwechseln sich ab. Energie! Abschlüsse! Zweikampf! Gegen Argentinien,England Australien! Was hat dieser Typ gegen Serbien, Ghana und Spanienauf dem Feld gemacht?

Toni Kroos: Löwvertraute ihm ihn wichtigen Situationen. Kroos rechtfertigte es mitabgeklärten Aktionen. Dürfte sich aber noch eine Zeit lang fragen, waswohl passiert hätte, wenn er diesen einen Ball gegen Spanienuntergebracht hätte.

Sami Khedira: Profiteurder Ballack-Verletzung. Spielte so stark, dass Experten den AusfallBallacks schon als Vorteil für Deutschland einordneten. Nach demSpanien-Spiel ruderten ein paar wieder zurück. Stichworte: "Zeichen"und "setzen". Muss sich vor Simon Rolfes aber keinesfalls fürchten.

Bastian Schweinsteiger:Emotionaler Kapitän der Mannschaft. Endgültig in der Weltklasseangekommen. Kraftwerk, Herz und Lenker des deutschen Spiels. Er undBallack in Topform: Interessant.

Mesut Özil: Gab mitseinen Leistungen in den ersten Spielen der WM das Versprechen, einmalin der Liga Schweinsteigers und Lahms zu spielen. Zeigte in den Spielengegen Argentinien, Spanien und Uruguay, dass er sich beim Einlösen nochein wenig Zeit nimmt.

Miroslav Klose:Rätselhaft, wie Joachim Löw das hinbekommt. Aus dem phlegmatischenÄngstlich-Klose vom FC Bayern machte er wieder mal einen Stürmer vonabsolutem Spitzenformat. Liegt in der Bestenliste der WM einen Trefferhinter Ronaldo. Möglich, dass er allein deswegen nochmal in Brasilien2014 aufläuft. Wäre nicht das Schlimmste für die deutsche Mannschaft.

Cacau: Hatte kurz vorder WM die Nase vor Klose. Löw legt aber keinen Wert auf Nasenlängenund ließ Klose ran. Cacau verhielt sich ruhig, gab das Maskottchen undtraf nach seiner Einwechslung gegen Australien. Bekam gegen Ghana dieChance, von Beginn an zu spielen. Nutzte er nicht.

Mario Gomez: Durfte immer mal wieder minutenweise ran. Immer wieder fragte man sich minutenweise: Warum?

Stefan Kießling:

Durfte insgesamt 24 Minuten ran und manchmal fragte man sich: Was hat

Löw

gegen ihn?

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