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Kommt bald die „Öko-Bestattung“?

Friede bietet neuerdings auch Bio-Urnen an.
Bild: Julia Paul
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Die Wahrnehmung unserer Umwelt hat sich unter anderem durch die „fridays for future“-Demonstrationen verändert. Wie sich das auf die Bestattungsbranche auswirkt ...

Es gibt Verfahren, die den ökologischen Aspekt bei einer Bestattung berücksichtigen. Sie spielen in Deutschland bisher jedoch keine große Rolle. Vermutlich wird es wie bei der Feuerbestattung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Ausnahme war und nun über 60 Prozent ausmacht.

Formen wie die Kryobestattung, bei der nach Abkühlung des Körpers das organische Granulat in einer Bio-Urne beigesetzt wird, lassen allerdings noch auf sich warten. Ebenso ist es beim Recompose – der Reduzierung des Verwesungsprozesses – sowie bei der Resomation, bei der mithilfe von Wärme und Lauge ökologisch unbedenkliche Stoffe verbleiben. Der Gedanke an derartige Formen, die in den USA bereits zum Einsatz kommen, löst bei vielen Menschen hier ungute Gefühle aus – auch wenn der Energieeinsatz dabei nur etwa zehn Prozent der Feuerbestattung beträgt.

Bestatter können aber auch anderweitig ressourcen- und energiesparend agieren – zum Beispiel, indem sie nahe gelegene Krematorien nutzen oder das Sargsortiment eines regionalen Herstellers wählen. Wenn dieser dann auch noch heimische Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet, sind gute Voraussetzungen geschaffen. Auf vielen Friedhöfen sind außerdem nur noch Bio-Urnen zulässig. Die Auswahl dieser Naturbehälter, die aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt werden und komplett abbaubar sind, hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Ebenso ist der lokale Steinmetzbetrieb, der seinen Werkstoff aus heimischen Steinbrüchen bezieht, eine gute Wahl.

Der Bestattungsdienst Friede hat sich diesen Themen angenommen und bietet den Angehörigen unter anderem Särge eines bayerischen Herstellers. Dabei hat man auch darauf geachtet, vermehrt Exemplare aus unbehandeltem Holz ohne Lacke und Lösungsmittel anzubieten. Auch der steigenden Nachfrage an Bio-Urnen kommt Friede mit einem erweiterten Sortiment entgegen. „Eine ökologische Grundhaltung und ein schonender Umgang mit Umweltressourcen sind in Zukunft ein wichtiger Aspekt im Bereich der Bestattungsdienstleistung“, so Dieter Pribil, Betriebsleiter vom Bestattungsdienst Friede. pm/paju

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