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Kindergeburtstag ohne Luftballons?

Verträglicher für Mensch, Tier und Umwelt als bunte Luftballons: Seifenblasen.
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Verträglicher für Mensch, Tier und Umwelt als bunte Luftballons: Seifenblasen.
Foto: Vadim Ghirda, AP, tmn

Beim Kindergeburtstag sind bunte Luftballons oft der Renner. Nur nachhaltig sind sie nicht - und für Tiere sogar gefährlich. Doch es gibt Alternativen.

Luftballons in allen Farben bei einem Kindergeburtstag in den Himmel steigen lassen. Das sieht zwar schön aus, die Überreste der Ballons schaden aber der Umwelt. Sollte man also bei der Partyplanung auf Ballons verzichten?

Wenn es nach Verbraucher- und Umweltschützern geht, sollten sie auf jeden Fall nicht frei in der Luft herumfliegen. Denn Ballonreste in der Natur seien vor allem gefährlich für Tiere, die sie mit Nahrung verwechseln könnten. "Vor allem Vögel können an diesem Müll verenden, zudem können sich Tiere an den Ballonschnüren strangulieren", teilt eine Sprecherin des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) mit.

Wenn die Reste im Magen der Tiere landen, verstopfen sie diesen und können so zum Hungertod führen, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Hinzu kommen Mikroplastik und Chemikalien, die in der Natur landen.

Außerdem könnten bei der Produktion von Luftballons sogenannte Nitrosamine entstehen, die krebserregend seien. Pustet man einen Ballon mit dem Mund auf, könnten solche Stoffe in den Körper gelangen.

Kastanien und Murmeln statt Luftballons

Doch es gibt alternative Ideen. Kinder könnten etwa Seifenblasen oder Drachen in den Himmel steigen lassen, nennt Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weitere Aktivitäten. Oder Fensterscheiben können mit Fingerfarben dekoriert oder die Straße zum Geburtstag mit Kreide bemalt werden.

Wiederverwendbare Dekorationen sind laut der Referentin für Umwelt und Gesundheitsschutz auch Wimpelgirlanden aus Stoff, Geburtstagsgirlanden aus Pappe oder Deko aus Naturmaterialien wie Zweige und Blüten. Eltern sollten bei kleinen Kindern darauf achten, dass hier keine giftigen Pflanzen verwendet werden. Wollen Kinder mit Luftballons spielen, könnten diese etwa durch Stoffbälle, Murmeln und Kastanien ersetzt werden.

Auch Plastik-Konfetti lässt sich ersetzen

Wer trotzdem nicht auf die bunten Ballons verzichten will, soll lauf Verbraucherzentrale beim Kauf auf das sogenannte "Fair Rubber"-Siegel achten. Dann bestehen diese aus fair gehandeltem Naturkautschuk. Allerdings baut sich auch dieses Material nur langsam in der Natur ab.

Bei Konfetti sollten Eltern ebenfalls genauer hinschauen, wenn sie nach umweltfreundlichen Materialien suchen: Plastik-Konfetti belastet laut Kerstin Effers die Umwelt, weil es nicht biologisch abbaubar ist und sollte deshalb nicht verwendet werden. Blütenblätter, selbst gestanztes Konfetti aus echten Blättern oder aus Recyclingpapier seien nachhaltiger. Mittlerweile gibt es auch kompostierbares Konfetti mit Saatgut für verschiedene Pflanzenarten. (tmn)

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