Renovierung – Hippersäle Neuburg

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Ruhigere Zeiten

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Inhaberin Cornelia Reiter und Geschäftsleitung Roberta Freisch vom Gesundheitszentrum Neuburg.
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Neues Leben in den Neuburger Hippersälen

Neuburg Wo jahrzehntelang das Neuburger Nachtleben tobte, ist es jetzt ganz ruhig. In die Hippersäle in der Rosenstraße, Orte langer Gastronomietradition, ist jetzt wieder Leben eingezogen. Allerdings ein Leben ganz anderer Art. Wo man sich früher zu abendlichem Vergnügen traf, Nächte durchtanzte oder Billardpartien spielte, ist jetzt ein Zentrum für Gesundheit entstanden. Im Rückgebäude, wo Sigi Fleischner ab 1991 das „Tiffany“ betrieb, ist seit zwei Jahren schon der „Eyb Reha-e.V.“ von Cornelia Reiter eingezogen.

Nicht nur Menschen mit Rückenproblemen finden dort die Möglichkeit, ihr „Kreuz“ zu stärken, im Reha-Sport gibt es Angebote für viele Probleme, von inneren bis zu neurologischen Erkrankungen. Die Fitness-Fachwirtin Cornelia Reiter, die zunächst in einem Neuburger Fitness-Studio als Mitinhaberin und Geschäftsführerin fungierte, hat hier offensichtlich einen großen Bedarf erkannt, mittlerweile kommen viele Besucher und Patienten in ihr Zentrum. „Überwiegend mit orthopädischen Indikationen“ sagt sie, „Wirbelsäulen- und Gelenkprobleme sind der Schwerpunkt in unseren Kursen. Wir arbeiten eng mit Physiotherapeuten und Ärzten zusammen“.

Seit kurzem hat das Gesundheitszentrum enorm erweitert: Im 300 Quadratmeter großen Saal – ältere Neuburger erinnern sich noch an die Diskothek Edelweiß – ist jetzt ein Rückenstudio mit eigens konzipierten Trainingsgeräten entstanden. Doch diese Geräte, die dort im Halbkreis aufgestellt sind, erinnern wenig an die üblichen Kraftmaschinen, eher an bequeme Funktionsmöbel. Doch sie haben es in sich, denn sie können sich automatisch auf die Kraft der Benutzer einstellen. Die zehn Stationen des Dehnzirkels sind aus Holz gemacht, frisches Grün und eine Fototapete mit Naturmotiv machen die Runde einladend, auch wenn die Faszien bei den Übungen zwicken sollten. „Was unsere Patienten und Besucher schätzen, ist die angenehme und entspannte Atmosphäre“ sagt Mitarbeiterin Sigrid Herzner, „In unseren äußerst großzügig angelegten Trainingsräumen ist für die meisten trotz der körperlichen Anstrengung Entspannung angesagt“. Viele kommen nach der Arbeit her. Sie sind Vereinsmitglied und nutzen Gymnastik, Geräte und natürlich die Beratung und Betreuung der Mitarbeiterinnen. Wer seinen Körper genauer kennenlernen will, kann auch ein Wirbelsäulen-screening und einen Muskelfunktionstest machen. Auch Kochabende gibt es im Gesundheitszentrum Neuburg – mediterrane oder Vollwertküche sind die Schwerpunkte.

Die Inhaber der Hippersäle Gerda und Alfred Botzler sind froh, dass sie die traditionsreichen Säle nach vier Jahren Leerstand wieder aus dem Dornröschenschlaf erwecken konnten. Nach gründlichen Renovierungsarbeiten sind großzügige und freundliche Räume entstanden. Besonders stolz ist Alfred Botzler darauf, dass man das alte Eichenparkett im Fischgrätmuster wieder sehen kann. Schreinermeister Kugler hat ihn überzeugt, den alten Boden freizulegen und zu ergänzen. Und das alte Holz harmoniert wunderbar mit dem frischen Grün der Studioeinrichtung. Gerda und Alfred Botzler, die sich noch gut erinnern können, wie sie – beispielsweise auf dem Rosenmontagsball des VfR – dort die Nächte durchgearbeitet hatten, sind froh, dass jetzt ruhigere Zeiten für die alten Hippersäle gekommen sind.

Besonders wichtig war Gerda und Alfred Botzler, den alten Familienbesitz in bestem Zustand an ihre Kinder zu übergeben.

Text: am

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Einweihung

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