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Uni-Dinosaurier: Magister und Diplom in Bachelorzeiten

Foto: DPA

Bonn/Berlin (dpa/tmn) - Einsam reckt sich eine Hand aus der 60-köpfigen Gruppe von Studenten. Die meisten davon machen einen Bachelor und studieren nach Credit-Points - dem Bologna-Pendant zum klassischen Seminar-Schein.

Nur einer ist anders: "Und was ist mit dem Magister?" Der Dozent blättert irritiert in seinen Unterlagen und fragt: "Magister? Gibt's die denn noch?" Es gibt sie. Denn die alten Abschlüsse sind an der Uni noch lange nicht ausgestorben. Auch wenn sie vielerorts wie Dinosaurier behandelt werden: als ausgestorbene Gattung. Das macht das Studieren nicht gerade einfacher.

Studenten in den alten Studiengängen stellen sogar immer noch die Mehrheit an deutschen Hochschulen: Im Wintersemester 2008/09 haben 57,1 Prozent auf ein Staatsexamen, Magister oder Diplom hin studiert. Das ergeben laut Monika Schröder vom Bologna-Zentrum der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn neueste Zählungen des Statistischen Bundesamtes. "Über die redet aber niemand mehr", sagt Felix Koch vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss der Freien Universität Berlin. "Die versuchen nur noch durchzukommen."

Und das ist gar nicht immer so leicht. Der Bachelor-Student Koch kennt Kommilitonen, die noch die alten Abschlüsse anstreben. Deren Studienordnungen schreiben mitunter aber Seminare vor, die gar nicht mehr angeboten werden. Weigern sich die Professoren, für die mittlerweile dezimierte Zahl der Altstudenten am Institut ein Seminar anzubieten, heißt es hart bleiben. "Auf Institutsebene dagegen angehen", rät Koch. Konfrontiere man die Professoren mit konkreten Forderungen, lasse sich einiges durchboxen.

Zu den häufigsten Problemen der Studenten im alten System zählt das geringer werdende Kursangebot. "Seminare, Vorlesungen und Kurse gehen sukzessiv zurück", hat Koch beobachtet. Zwar sei es den "Alten" erlaubt, auch Bachelor-Vorlesungen zu hören. Es gebe aber immer wieder Anrechnungsprobleme. Was nicht genau auf den Studiengang zugeschnitten ist, wird nur mitgezählt, wenn der Prüfer kulant ist.

Als "eine Frage der Anerkennung" benennt auch Prof. Michael Breitner von der Universität Hannover das Problem. An seinem Institut für Wirtschaftsinformatik werden viele Vorlesungen für alt und neu zusammen angeboten. Die reinen Diplom-Vorlesungen laufen 2011 aus. Zurzeit sei das Angebot für die "Diplomer" genauso gut wie zu der Zeit, als sie anfingen, sagt der Institutsleiter. "Aber das kann nicht ewig so gehen." Irgendwann seien diese Studenten gezwungen, aufzuhören oder in den Bachelor zu wechseln.

Studiengang-Wechsel ist für Asta-Mitglied Koch ein rotes Tuch. Meist könne ein Diplom- oder Magisterstudent nur in den Bachelor wechseln, nicht aber in den Master - auch wenn er schon im Hauptstudium und damit quasi überqualifiziert für den Bachelor ist.

Rettung kann laut Koch im Ernstfall der Vertrauensschutz sein - das Recht eines jeden Studenten auf die Möglichkeit, ein begonnenes Studium nach den ursprünglichen Regeln zu Ende zu bringen. Ihm sei erst ein Fall bekannt, in dem die Uni einen Diplom-Studenten der Wirtschaftswissenschaften exmatrikuliert hat. "Das wurde aber wieder zurückgenommen." Wieder einmal war "dagegen angehen" die Zauberformel.

Dabei könnte sich ein Wechsel in den Bachelor-Studiengang durchaus lohnen, findet Monika Schröder. Die neuen Studiengänge seien "inhaltlich mehr auf Lernergebnisse ausgerichtet und nicht inputgesteuert wie die alten". Aus der größeren Berücksichtigung der im Beruf benötigten Kompetenzen ergebe sich ein stärkerer Bezug zum Arbeitsmarkt. Einen generellen Vorsprung will Schröder den Absolventen der neuen Studiengänge gegenüber denen mit traditionellen Abschlüssen aber nicht bescheinigen.

Sie vermutet, dass kleine und mittelständische Unternehmen im Moment noch eher die Abschlüsse bevorzugen, die sie von jeher kennen, "weil sie wissen, was sie erwarten können". Personalabteilungen großer Unternehmen dagegen hätten wahrscheinlich die besseren Mittel, sich mit den neuen Abschlüssen und Qualifikationen zu beschäftigen. Sie stellen daher möglicherweise eher die neuen Absolventen ein, sagt Schröder. "Ich bin sicher, dass in einigen Jahren die Neuen überall der Maßstab sein werden."

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