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Bürgerversammlung

18.09.2019

Bauen in Rischgau wird teurer

Laut Bürgermeister Werner Filbrich wird bei den Grundstückspreisen eine wichtige Marke geknackt

Das Interesse ist groß. Bürgermeister Werner Filbrich hat bei der ersten von fünf Bürgerversammlungen der Gemeinde Villenbach, die im Rischgauer Bürgerhaus stattfand, erste Zahlen für das erhoffte Baugebiet parat. Nur geschätzte, da die Grundstücksverhandlungen noch nicht abgeschlossen und keine konkreten Planungen erstellt sind. Doch er gibt bekannt: „Die Preise für die Erschließung sind derart in die Höhe gegangen, wir brauchen unter 100 Euro pro Quadratmeter nicht zu kalkulieren.“ Zum Vergleich nennt er Hettlingen mit 116 Euro.

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Natürlich wolle die Gemeinde die Kosten für die Baugrundstücke so günstig wie möglich machen, die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer laufen noch. Immerhin trage die Gemeinde ein Risiko, wenn sie die Grundstücke dann nur so teuer verkaufen könne. Dem widersprechen mehrere der rund 30 Anwesenden, bei gerade mal fünf Grundstücken, die zur Verfügung stehen und wohl bei den Rischgauern heiß begehrt sein werden. Der Grundstückseigentümer betone, dass ihm Tauschland am liebsten wäre. Die Preise landwirtschaftlicher Nutzflächen hätten sich in den vergangenen Jahren vervierfacht. „Für mich als Landwirt ist auf dem Markt nichts mehr zu kriegen.“ Er habe sich dazu bereit erklärt, zu verkaufen, aber er müsse seine Kosten decken. Zwischen 730 und 800 Quadratmeter schätzt Bürgermeister Filbrich die Größe der fünf Grundstücke. Möglicherweise könnten auch sechs ausgewiesen werden. Zwei weitere behält der Grundeigentümer.

Christian Miller fragt nach, was mit der Hochspannungsleitung über der Fläche geschehe. Filbrich verspricht, das abklären zu lassen.

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Dass die Leute einfach über Urnengräber steigen, kann Erwin Link nicht nachvollziehen. Erwin Willmann erkundigte sich, was bei der Ortsumfahrung Hausen Sache sei. „Das läuft außerhalb der Gemeinde“, erklärt Filbrich, dessen Priorität derzeit bei der Dorferneuerung Villenbach liegt. Zwar soll in Hausen ein Dorfplatz entstehen,auf dem Grundstück, wo das Gasthaus Heichele abgerissen wurde. Ob die Umgehungsstraße tatsächlich kommt, wovon die weiteren Planungen abhängen, sei noch nicht bekannt.

Werner Lutz fragte, ob der Weg zur Freilichtbühne in Planung sei. Dafür hatte die Gemeinde im Verwaltungshaushalt bisher keinen Spielraum, meint Filbrich, der sich in seinem Rückblick froh zeigt, dass in den vergangenen Jahren jedes Jahr eine Straße hergerichtet, Hecken geschnitten und Gräben geputzt worden sind. Was auch in Rischgau notwendig ist, wie mehrere Anfragen zeigten. Ein Plan wurde dafür erstellt: „Wir investieren jedes Jahr einen großen Batzen.“

Den Bau des Bürgerhauses in Rischgau habe die Gemeinde so gut wie möglich unterstützt, wobei die Rischgauer selbst den Bau durch ihren Einsatz erst ermöglicht haben. Der Neujahrsempfang wurde eingeführt, als Dankeschön der Gemeinde an die Ehrenamtlichen. Wo der im kommenden Jahr stattfinde, stehe noch nicht fest, nachdem es den Saal im Gasthaus Tölk nicht mehr gibt. „Hier müssen wir auf die Vereine zugehen. Es geht nicht anders, auch wenn es zusätzliche Termine bedeutet.“ Das größte Dankeschön hatte Bürgermeister Filbrich für Zweiten Bürgermeister Reinhard Langenmair und Dritten Bürgermeister Dieter Meißle parat, die ihm während seiner Krankheit die notwendige Auszeit ermöglichten. Seit knapp vier Wochen ist Filbrich nun wieder im Dienst, möchte bei den Neuwahlen wieder für das Amt des Bürgermeisters antreten. Er betont: „Das war genau das Richtige, was ich vor sechs Jahren gemacht habe.“

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