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06.03.2009

Blitzenergie und die kühlende Sonne nutzbar machen

Erlingen/Ehingen (cpa) - Gestern war die Spannung schier nicht mehr auszuhalten in Augsburg. 100 junge Leute konkurrierten miteinander um die ersten Plätze bei "Jugend forscht". Die Arbeiten der Schüler wurden am gestrigen Freitag im MAN-Museum in Augsburg der Öffentlichkeit präsentiert. Die Teilnehmer aus der Wertinger Region kamen schließlich nicht auf die ersten Plätze, aber auch bei "Jugend forscht" gilt das, was man über die Olympiade sagt: "Dabei sein ist alles!" Hier ein Blick auf die jungen Forscher aus der Wertinger Region:

Drei Mädchen und die Blitze

l Erlingen. Es blitzt, es donnert, es kracht: Bei einem Gewitter flüchten die meisten Menschen dorthin, wo es sicher ist. Nur die wenigsten interessieren sich in diesen Momenten für die ungeheure Energie, die von den Blitzen ausgeht. Für Wissenschaftler jedoch ist es bis heute eine enorme Herausforderung, diese Energie zu nutzen, die quasi "frei Haus" kommt.

Jetzt bekommen die Forscher Konkurrenz: Johanna Partsch aus Erlingen und ihre Schulkameradinnen Bettina Melber und Andrea Holland sind die Köpfe hinter dem "Verrückt Verblitzt"-Projekt - ein System, mit dem die Blitzenergie in Solarenergie, Wärme, Windenergie und warmes Wasser umgewandelt werden soll. Geboren wurde die Idee im letzten Herbst nach dem Physikunterricht, in dem die drei von der Spannung in Wolken vor einem Blitzeinschlag erfuhren.

Blitzenergie und die kühlende Sonne nutzbar machen

Professioneller Auftritt

Die 15-Jährigen sind zwar allesamt zum ersten Mal bei "Schüler experimentieren", ihr Auftritt ist aber schon sehr professionell, Power-Point-Präsentation inklusive. Und um ihr Projekt gar nicht erst unter dem Verdacht laufen zu lassen, es könne nicht in die Tat umgesetzt werden, haben sich die Teenager schon einmal einen passenden Einsatzort für ihr Projekt überlegt: das Kongobecken in Afrika. Hier werden ungefähr 50 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer und Jahr verzeichnet: Schlechte Zeichen für Angsthasen. Gute für Johanna, Bettina und Andrea.

Sonne kühlt das Wasser

l Ehingen. Der Ausgangspunkt war "Eine unbequeme Wahrheit". Der Ehinger Julian Schmid - er besucht die Staatliche Realschule Wertingen - sah den Film von Al Gore über die globale Klimaerwärmung im Unterricht und wusste: So kann es nicht weitergehen. Den 14-Jährigen beschäftigte vor allem, dass weltweit für die Wasserkühlung Unmengen an Energie verbraucht werden. Für Julian unverständlich, denn die Lösung für das Problem bekam er fast zeitgleich im Physik-Unterricht mitgeliefert: Wenn Wasser Druck ausgesetzt wird, fällt seine Temperatur.

Um den Druck aufzubauen, entwickelte der Schüler seinen Aqua Cooler 001: einen Zylinder mit zwei Kammern. In der einen befindet sich das zu kühlende Wasser. In der anderen wird Wasser durch Solarenergie erwärmt, dehnt sich in der Folge aus und presst das zu warme Wasser zusammen. Das Ergebnis: Auf vier Grad Celsius gekühltes Wasser. "WZ-Mantelteil

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