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28.11.2016

Die Buckelpiste ist Geschichte

Ein 680 Meter lange Lückenschluss im Rad- und Wirtschaftswegenetz von Zöschingen wurde gestern offiziell für den Verkehr freigegeben. Der Weg führt hinauf zur Enzianwiese und schafft eine Verbindung nach Dischingen.
Bild: Indrich

Lückenschluss Von tiefen Löchern war der Weg hinauf zur Enzianwiese in Zöschingen übersät. Für die Sanierung des Rad- und Wirtschaftswegs gab es eine besonders hohe Förderung

Zöschingen So tiefe Löcher hatte der Weg hinauf zum alten Sportplatz von Zöschingen am Ende, dass man sich fast schon darin hätte verstecken können, sagt Bürgermeister Tobias Steinwinter. Doch von diesen Löchern ist an dem Rad- und Wirtschaftsweg, der auf einer Länge von 680 Metern mit einer Breite von drei Metern ausgebaut wurde, nichts mehr zu sehen.

Nachdem die Arbeiten für den Weg hinauf zur Enzianwiese bereits im vergangenen Jahr begonnen wurden, gab es nach der Überweisung der Fördermittel am Montagvormittag die offizielle Verkehrsfreigabe. Dabei freute sich Steinwinter vor allem darüber, dass die Gemeinde letztlich nur einen Eigenanteil von 43000 Euro zu tragen hatte. Immerhin lagen die Gesamtkosten für den Ausbau bei 167000 Euro. Insgesamt 75 Prozent Förderung erhielt die Bachtalgemeinde. 65 Prozent sind für derartige Projekte sonst üblich.

Doch weil Zöschingen seit Jahren mit Bachhagel und Syrgenstein in der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammenarbeitet, gab es quasi einen ILE-Zuschuss, wie der Präsident des Amtes für Ländliche Entwicklung, Johann Huber, sagte. „Das soll eine Anerkennung und ein Ansporn für Gemeinden sein, die erfolgreich interkommunale Zusammenarbeit praktizieren.“ Auch mit Blick auf landwirtschaftliche Wege sei das Bachtal hier mit an der Spitze der Bewegung. Schließlich werde hier gerade über das landwirtschaftliche Kernwegenetz gesprochen, das landwirtschaftliche Hauptwege gemeindeübergreifend verbindet.

In früheren Jahrzehnten, als die Landwirtschaft noch stark ortsbezogen war, habe es für ein derartiges Netz gar keine Notwendigkeit gegeben. Doch dies habe sich mittlerweile geändert. Ebenso wie die Anforderungen an die Wege, die durch die Größe der Maschinen gestiegen seien. Auch deshalb, so Huber, habe man den nun freigegebenen Weg in Zöschingen mit drei Metern Breite und jeweils 50 Zentimetern Banketten ausgestaltet. Damit der Untergrund stabil ist und bleibt, wurde die Entwässerung neu geregelt und 770 Kubikmeter Frostschutz eingebaut. Insgesamt wurden auf dem Weg 2300 Kubikmeter Asphalt verbaut. Über ihn gelangen Spaziergänger und Radler nicht nur zur Enzianwiese und zum Wanderweg „Sinnereich“, sondern auch auf die Nordic-Walking-Strecke. Außerdem, so Bürgermeister Steinwinter, habe man so eine Radwegeverbindung hinüber in Richtung Dischingen. Dazu gratulierte auch der Landtagsabgeordnete Georg Winter. Hier sei mit überschaubarem Aufwand viel Sinnvolles bewirkt worden, was den Bürgern vor allem in ihrer Freizeit zugutekomme.

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